Erlebt habe ich gestern meine erste Zugevakuierung. Irgendwo mitten zwischen Würzburg und Fulda, da wo immer noch massenweise Deutschlandfahnen an den schmucklosen Häuserfassaden hängen, dort entschloss sich unser ICE, den Geist aufzugeben.
Wir hatten sowieso schon einige Verspätung und warteten auf der Höhe von Burgsinn wieder einmal auf irgendein Signal, als die Durchsage „Alle Zugebegleiter mal bitte die 91 anrufen!“ ertönte. Wenn dann die Zugbegleiter in Bauarbeiterwesten an einem vorbeihechten, dann ist das entweder eine verspätete Technoparade oder Ernst.
Na, so Ernst war es denn auch wieder nicht, aber einigermaßen aufregend. Auch diesmal konnte man sich auf die “Stand-up”-Qualitäten des Zugpersonals verlassen: (Der Versuch einer Rekonstruktion, aus dem Gedächtnis und daher sinngemäß)
„Hier noch mal der Zugchef. Mir erzählt hier keiner was, ich habe keine Ahnung, warum wir jetzt stehen geblieben sind“.
Aha.
„Wir machen jetzt einen Reset. Da geht dann mal kurz das Licht aus.“
Danke. Herr Ober noch ein Weißbier bitte.
„Weißbier geht, aber wir haben keinen Strom, Essen gibt es nur vielleicht.“
Hmm.
„Liebe Fahrgäste, unser Zug hat den Geist aufgegeben. Wir warten auf einen anderen ICE. Wir werden dann über die Evakuierungsstege evakuiert und den anderen ICE gemeinsam betreten“.
Mein Nachbar: „What“?
Die Nachricht erfolgte dann aber nicht noch einmal auf Englisch, WM ist ja vorbei.
Anstatt:
Tags: Bahn, Essen, Fahne, Frauen, Höhe, Kind, kinder, Licht, Licht Aus, Liebe, mac, Mitte, Nachricht, Parade, Qualität, Regen, Reisen, Schmuck, Strom, Text, UGC, user

Irre. irrre komisch.
Großartige Informationen und sehr schönes Layout…weiter so…kann man nur weiterempfehlen
*** wenn man diesen Kommentar auf englisch übersetzt, dann klingt er wie SPAM ;( Anm. der B.)
Ja ja. Die Bahn kommt. Wenn dann zwei kommen, dann kommt sowas dabei heraus.
Lange (irgendwann in der 90ern) ist es her, da fuhr ich mit dem IC von Hamburg Richtung Bayern und der Zug wurde irgendwo, wo es bergig ist, immer langsamer. Und langsamer. Elendig lange schlichen wir durch einen Berg, blieben gar stehen. Im Tunnel! Notbeleuchtung, kein Wort des Personals. Nach einer Ewigkeit schoben wir uns raus aus dem Tunnel, zuckten noch einige Meter, um dann auf freiem Feld, unter brennender Sonne zu verrecken. Die Klimaanlage war schon von Anfang an tot, die Fenster nicht zu öffnen.
Wir mussten dann auf einen anderen Zug (Oho, wir haben doch noch Personal, das sprechen kannn!) warten, der uns in den nächsten Ort angeschoben hat, wo die Lok ausgetauscht wurde. Kein Aussteigen, kein Trostpflaster, keine Kühlung. Dafür viel Hitze, Streß und plärrende Kinder im Tunnel. So bringt das Fahren mit der Bahn rrrrichtig Spaß!
Wenn einer eine Reise tut …
Reisen mit der Deutschen Bahn ist immer wieder ein Abenteuer, sowas kenne ich gut. :)