Ich habe ähnliches zu hören bekommen, auch bei dem obligatorischen Schulbesichtigungsmarathon den wir letztes Jahr für die weiterführende Schule meiner Tochter unternommen haben. Eine Klassenlehrerin in spe sagte sinngemäß, dass die Kinder von den Grundschulen so offen und umfassend ausgebildet seien, dass die Gymnasien dies gar nicht adäquat umsetzen könnten – schlimmer, ihre Energie darauf verwendeten, die Kinder in das gymnasiale Schema zu pressen.
Das Gymnasium ist nicht nur die reformbedürftigste Schulform in Hamburg – sondern auch die, die nicht erste Wahl sein sollte, wenn ich ein Kind habe, dass normal- bis leicht höherbegabt ist. Ich erlebe zurzeit kein Gymnasium, das mit dem pubertären Durchhänger in den Klassen neun und zehn angemessen umzugehen in der Lage ist. Keins, das bereits hinreichend mit zeitgemäßen Unterrichtsmethoden vertraut wäre oder gar in Teams arbeitete. Keins, das ich wirklich empfehlen kann. Ja, ich kenne nicht viele Gymnasien, sondern nur die, auf die Kinder von Freunden gehen oder Freunde unterrichten. Aber in dieser Stichprobe ist das Ergebnis verheerend.
via Haltungsturner

You must log in to post a comment.