Verschwende Dich, Sankt Pauli

17/04/2010

in Buffen

Die Sonne sandte verschwenderisch viele ihrer warmen Strahlen nach Berlin, trotz Aschewolke brannte sich die über den Vormittag, den wir auf Einladung von Sebastian und Steffi auf einem Spreedampfer mit Skipper Eddy nach Köpenik schippernd verbrachten, tief in die Haut. Gut gelaunt, auch wenn es ein wenig knapp war, erreichten wir die Alte Försterei. Wiederum verschwenderisch gingen nun die Ordner und Sprengstoffhunde mit unserer wenigen Zeit um, die immer schneller verrann – Tasche abgegeben und mit einiger Mühe zum Anpfiff in den Block Y.

Da begann aber die Verschwendung erst richtig, sich auch auf die Jungs in Braun zu übertragen. Die verschenkten dann nämlich großzügig drei gute Chancen zur Führung in den ersten 10 Minuten, während die Unioner einen magischen Freistoß nur brauchten, der einer fröhlichen Verschwendungssucht des Schiris entsprang, mit Fehlentscheidungen um sich zu schmeissen.

“Auch wenn beim FC St. Pauli mitunter Klasse aufblitzte, wir uns diesmal beim Schiedsrichter und dem Fußballgott bedanken konnten, zwischenzeitlich nicht in Rückstand geraten zu sein, Kampf und Einsatz bis zum Abpfiff wurden endlich wieder einmal belohnt.” – fasst das Spiel dann ganz gut zusammen.

Am Support kann es nicht gelegen haben, so viele Stimmbänder, die wir da im Köpeniker Wald ausreizten, dass nun nicht mehr verschwendet wurde, sondern gekrampft.

Übrigens verschwendeten die Ordnungshüter später kein bischen ihrer geliehenen Macht an uns, sondern rackerten sich an acht Rockern (Bandidos) ab, die ohne Helm fuhren. Auch eine Form der Verschwendung, wenn dann signifikante Teile von Hundertschaften in Marsch gesetzt werden.

In Hamburg angekommen verschwendeten dann noch ein paar “heimkommende” Hansa Fans ihren Hass an uns Paulianer, die – inzwischen ein kleines Häuflein – im Speisewagen ihnen zuwinkten. Keine Sekunde verschwende ich jetzt noch an dieses Spiel – eine kurze Woche liegt vor uns – dann verschwende ich meine Zeit lieber an die Erinnerung an diese freundlichen Berliner.


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1 der Hönower April 18, 2010 at 08:42

Dann kommt jut wieder nach Hause. Und viel Erfolg für die letzten drei Spieltage vor dem Vereinsjubiläum.

Den Typen da uff dem Bild, den kenne ick. ;)

2 Piet April 18, 2010 at 20:41

Mann könnte zu dem Spiel einiges sagen — oder es einfach auch lassen, Freitag geht’s weiter. Aber es war ein toller Berlin-Tag mit Sonne, klasse Stimmung und netten Unionern, denen ich (mit einem leichten Zucken im Mundwinkel) den erspielten Klassenerhalt gönne. Ach, und Frankfurt und Mainz haben ja auch ganz ansehnlich gespielt. ;-)

3 Jekylla April 19, 2010 at 08:14

Das Ergebnis ist wirklich das EINZIGE, was dieses wunderbare Wochenende getrübt hat, ansonsten war das wirklich großartig.

@Piet: nachdem wir gerade mal pünktlich zum Anpfiff kamen, haben wir uns leider verpasst. Das muss anders werden!!! ;-)

4 Korrektur April 21, 2010 at 10:44

Jaja, nur ne Kleinigkeit, aber…: es waren “Moped”fahrer der HA, vier oder fünf von denen wurden von der Polizei mit gezogener Waffe angehalten, die ersten beiden der Festgesetzten trugen in jedem Fall Helme. Sie fuhren auf dem Rad-/Fußweg. Die Cops waren schon vor Ort, ein 10er Trupp kann einige Minuten später nach. Auf der gegenüberliegenden Seite gab es einige Minuten später eine heftige Festnahme durch die Polizei mit einer verletzten Person (mehr hier: http://stpauli-forum.de/viewtopic.php?t=56261)

5 Erik April 21, 2010 at 11:07

Kleine Korrektur der Korrektur:

Auf den Fuß/Radweg sind die Biker erst gefahren, als sie von Polizisten dorthin geschickt wurden. Soweit ich das beobachten konnte, waren einige Hände an Holstern, aber gezogene Waffen habe ich nicht gesehen.

Was sind denn “Mopedfahrer”? Ist das ein stehender Begriff? Für Modefans vielleicht?

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