Ulle

Jetzt so zu tun, als wären Sportlerinterviews nicht immer Realsatire (Audio/Text), beim Fußball gibt es ganze Websites, die gut davon leben können, den Quatsch und die Ähs zu archivieren, die Ballsportler so von sich lassen.

Warum soll das bei Ulle anders sein. Menschlich rührend, die Nervosität nach Monaten moralischem Dauerbeschusses in jedem gestotterten Äh zu riechen. In guter Gesellschaft ist er dort, denn auch Sat.1 hat sich mit der Übernahme der “Tour de France”-Berichterstattung der moralischen Nestbeschmutzung schuldig gemacht.

Charakter eines Privatsenders ist es aber immer schon gewesen, das Weghören, das Ignorieren. Vor allem, wenn die Kritik aus dem Medienfeullieton kommt. Ullrich ist eben das zu raten, denn, liebe zum Schein Heilige, das Zerren auf den Boulevard und das Vorverurteilen, so lernen wir in diesen Tagen, das kann nicht nur die BILD.

Eine Mediendiskussion über den Umgang mit Sport an sich, der zwar Publikumsschlager aber auch an die Grenze des menschlich leistbaren angekommen ist, die würde ich mir wünschen. Eine Diskussion in der auch die Pharmafirmen und die Sponsoren im Mittelpunkt stehen, und natürlich die Heiligen selbst, die verdienen, ob sie nun behimmeln oder verteufeln.

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