Posts Tagged: Vermarkter


6
May 08

10%

st. pauli, slam, dunks, sneekers, merchandise

Magere 10% bekommt der magische FC von den Einnahmen aus “seinem” Merchandising, wie diesem (erhältlich ab 30. Mai).

Lächerlich wenig, findet nicht nur Cornelius.

LITTMANN: … Auf dem Merchandising-Sektor sind wir national schon fast für die Champions League qualifiziert. Und wer fährt den Gewinn ein?

ABENDBLATT: Vermarkter Upsolut, der 90 Prozent dessen einbehält.

LITTMANN: So ist es. Und das ärgert mich. Wenn ich dann höre, wie sich alle darüber freuen, dass es demnächst St.-Pauli-Shops in anderen deutschen Städten geben soll, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Unser Verein profitiert davon nur unerheblich. Im Grundsatz bin ich nicht bereit, dies weiter hinzunehmen. Uns gehen jedes Jahr Millionenbeträge verloren.

Bild und Hinweis via twitter.


29
Dec 07

Bude zu!

feierabend für 2007
Das Jahr geht zur Ruh, die Weihnachtsmärkte machen zu. Es war ja auch ein komisches Gefühl, nach Weihnachten auf dem Gänsemarkt noch diesen Mischmasch aus Lakritz-Bakterien, Mandelsäure und penetranter Glühweinfahne zu riechen. Ist mir nicht bekommen.

Der St. Pauli Stand auf dem Ottenser Weihnachtsmarkt war ja schon vor Weihnachten geschlossen. Habens halt nicht mehr so nötig, die Vermarkter. Die Taschen sind voll.

Und immer nur noch 10% für den FC St, Pauli. Do not forget to make your own!


18
Jul 07

Gutfinden

Heute in der Post:
- Ein Belegexemplar der internet WORLD BUSINESS Ausgabe 14/07 vom 9.7.
- Eine Promo CD einer Band, die noch vor Kurzem erst zwei Tracks fertig hatte, keine Bandmitglieder, aber schon einen Gig, Toll, und sich selbst als REM-Klon bezeichnet, naja fast.

Im Anschreiben der Zeitung steht, ich möchte doch auf Seite 22 schauen, was ich auch mache.
Finde dort einen Artikel über adical von Svenja Hofert. Egomane, wie alle Blogger, überfliege ich die Allgemeinplätze über die der Artikel so brav sich längszieht und suche gleich den Grund dafür, mir überhaupt ein Belegexemplar zu schicken:

“Während die Kampagne bei vielen, etwa beim Blog “Ringfahndung” von Erik Hauth, gut ankam reagierten andere Blogger eher ablehnend”

Aha. Jetzt reicht es schon, in dieser Welt der Nörgler einmal ein graues Haar an einem Projekt zu lassen, um zititert zu werden?
Moment, zitiert haben die ja gar nicht. Oooh, hab ich mir die Mühe doch umsonst gemacht.
Fand das aber eigentlich den Clou bei der adical-Debatte – der um das Geschäftsmodell – dass die gar kein Netzwerkvermarkter sind, sondern Agentur. Aber vielleicht verlange ich da zuviel.

Auf jeden Fall danke für das Belegexemplar, so komme ich auch mal dazu, euer Blatt zu lesen. Kannte ich irgendwie noch gar nicht. Finde jedoch den Claim “alle 14 Tage topaktuell” recht putzig. Auch, dass auf Seite 21 eine Übersicht sich findet über “Web 2.0 Sites, Vermarkter und Formate”, aber adical nicht mal erwähnt wird. Sowas.

Die CD mache ich jetzt auch wieder aus. Irgendwie der Wurm drin heute. Mache jetzt die Rechnungen auf.


3
May 07

digg: AAFC HD-DVD und der digitale Pöbel

Die auffallende Einbildungskraft der Massen ist, wie bei allen Wesen, für die logisches Denken nicht in Frage kommt, leicht aufs tiefste zu erregen. Die Bilder, die in ihrem Geist durch eine Person, ein Ereignis, einen Unglücksfall hervorgerufen werden, sind fast so lebendig wie die wirklichen Dinge. Die Massen befinden sich ungefähr in der Lage eines Schläfers, dessen Denkvermögen im Augenblick aufgehoben ist, so dass in seinem Geist Bilder von äußerster Heftigkeit aufsteigen, die sich aber schnell verflüchtigen würden, wenn die Überlegung mitzureden hätte. Für die Massen, die weder zur Überlegung noch zum logischen Denken fähig sind, gibt es nichts Unwahrscheinliches. Vielmehr, die unwahrscheinlichsten Dinge sind in der Regel die auffallendsten.

Gustave Le Bon (Psychologie des foules, 1895)

Der Pöbel hat schon so einiges auf dem Gewissen. Jesus, die Jungfrau von Orleans und nun noch den jungfräulichen Code für den Kopierschutz für HD-DVDs.

Wer bei der Überschrift schon abgeschaltet hat, dem sei eine kulturrevolutionelle Eigenheit dieser Geschehnisse schnell erzählt: Beim US-Dienst digg.com speisen die einen Nutzer diesen mit coolen Nachrichtenlinks, die anderen bewerten diese. So entsteht eine Art Hitparade der angesagtesten Themen im Geekreich. Und eben dieser Code, der das Kopieren von HD-DVDs möglich macht, ist gestern Topthema gewesen.

Angesagt sind seit es Computer und Technik gibt eben auch Cheats und Knackcodes, um an die begehrte Software kostenlos heranzukommen. Seit 30 Jahren ranken sich Legenden um die besten Hacker, Hollywood hat einige von Ihnen schon zu neuen Robin Hoods stilisiert. Soweit, so normal.

Das neue hieran, das ungreifbare ist nun, dass selbst wenn die Plattformen gegen diese Urheberrechtsverletzungen vorgehen, die Nutzer, die Masse, der digitale Pöbel immer einen neuen Anlauf starten, das gewünschte Bild, den beliebten Code, das anstössige Video hochzuladen.

Digg entfernte den Link. Bald war ein neuer eingestellt. Auch der wurde entfernt. Und aus dem Kleinkrieg wurde eine Schlacht, als jemand auffiel, dass die Vermarkter von HD-DVD -LA im vergangenen Jahr im Digg-Videoblog warben. Hunderte von neuen Links tauchten auf, unterstützt von tausenden Stimmen.

Nach acht Stunden gaben die Digg-Macher auf. Mit-Gründer Kevin Rose schreibt im Firmen-Blog:

“But now, after seeing hundreds of stories and reading thousands of comments, you’ve made it clear. You’d rather see Digg go down fighting than bow down to a bigger company. We hear you, and effective immediately we won’t delete stories or comments containing the code and will deal with whatever the consequences might be.

If we lose, then what the hell, at least we died trying.”

Das Dings bei Digg ist aber nicht der erste Fall dieser Art.
Bereits bei dem Sexvideo des brasilianischen Supermodels Danielle Cicarelli tauchte das Video immer wieder auf YouTube und Google Video auf, so schnell konnte die größte Suchmaschine der Welt gar nicht hinterher und löschen. Wollte es vielleicht auch gar nicht. Und da liegt das eigentliche Problem.


31
Jul 06

Fluch der Karibik 2 vertreibt Nemo

Startwochenenden sind für normale Menschen zwei Tage, an denen sie sich ausruhen, vielleicht in die Ferien starten. In diesen Wochen an die Ostsee fahren oder -für mich unverständlich- ins Kino gehen.

Für Kinovermarkter und Verleih-Manager sind Startwochenenden aber die Zeit in denen sie um mindestens zwei Jahr altern. Wenns gut läuft hat es sich wenigstens gelohnt:

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