Posts Tagged: twitter


27
Jan 10

Treppenhaus-Gezwitscher (Twitter analog) (2)

Es ist eine Art “toter Briefkasten” von Menschen, die zusammen leben (in einem Haus nämlich), sich aber den Tag über nicht, oder nicht oft begegnen. Das Treppenhaus, genauer der Platz an der Briefkasten-Reihe, an dem jeder täglich vorbeikommt und an dem außer den schwer leserlichen Notrufnummern für Klempner und Elektriker auch wichtiges, banales und provokantes angepinnt wird. Meist, um Nachbarn darauf vorzubereiten, dass es am Wochenende ein wenig lauter zugeht (“… wenn ihr Lust habt kommt doch auch gerne vorbei” ist bei uns durchaus sympathisch und ehrlich gemeint). Manchmal aber auch, um kleine Geschichten über Mißverständnisse und Ärgerlichkeiten auszutauschen.

Wir sind fast ein Drei-Generationen-Haus – nur, dass wir nicht miteinander verwandt sind. Wir haben ältere Eltern, Omas und ganz junge Mütter – die mit der eingebauten Ottenser-Vorfahrt. Lustigerweise sehe ich gestern Abend diesen Zettel (oben) und danach eine Folge von Ugly Betty, in der Betty in ihrem New Yorker Appartment eine Karaoke-Party mit ihren Nachbarn feiern will. Im Treppenhaus alte Zettel an genau der gleichen Stelle, wie bei uns. Mit drohenden Hinweisen an den Zeitungsdieb und vergilbte Info-Blätter. Hier hängt Betty ihre Einladung auf – und erntet ein dickes “DIE” auf ihren Treppenhaus-Tweet.

Das scheint ein universelles menschliches Prinzip zu sein, das Treppenhaus-Zwitschern – nur, dass es bei uns noch friedlicher zugeht, als in Manhattan.


16
Nov 09

“Ich skalier gleich” – Gängeviertel

Gaengeviertel - ich eskalier gleich

Als bekennender “twitter-Abhängiger” habe ich mir gar nix dabei gedacht, als ich anstatt “Ich eskalier gleich”, “Ich skalier gleich” las, den schnuckeligen Fail-whale vor Augen.

L: Gängeviertel Hamburg, Foto: (cc) by-nc


11
Nov 09

Papa sagt …

“You worry too much. Eat some bacon…
What? No, I got no idea if it’ll make you feel better, I just made too much bacon.”

12:39 PM Oct 28th from web
shitmydadsays
Justin

“shit my dad says” ist eines der Formate, die sich wie Kleinstbühnen in der digitalen Welt anfühlen. Eine alltägliche Vater (73) – Sohn (29) Beziehung und das Aufschreiben der ganzen Weis- und Gemeinheiten, die der Mann mit seiner Lebenserfahrung so von sich geben noch in der Lage ist. Eine Lage von der Lesende wissen oder zumindest ahnen, dass sie das so oder ähnlich auch mal von sich geben werden, oder jemanden kennen der es tut.

Das Format soll nun von CBS in eine TV-Show übertragen werden, wenn es nicht schon der ursprüngliche Absender der tweets auf Twitter ist. Für meinen Geschmack riecht das Format nämlich nach Profis. Nicht zuletzt der einzige Twitter-Account, dem der junge “Justin” folgt. Bemerkenswert!


11
Nov 09

Social Referrer – soviel zur Relevanz von Blogs und social networks

Ich weiß gar nicht, ob die Idee von Murdoch, die Schotten dicht zu machen, so schlecht ist., bemerkt Don Dahlmann in seinem Blogpost “Murdoch” und greift eine Frage auf, die ich mir gestern auch gestellt habe.

»Wenn sich Traffic immer mehr ins Social Web verlagert und man orig. Inhalte hat, ist “noindex” viell. gar keine irre Idee.«
#Murdoch #Google

Fakt ist: in meiner kleinen Postille verlagern sich die Referrer dramatisch in Richtung social web. Vor noch zwei Jahren waren es in der Regel andere Blogger oder durchgeknallte Verwandte, die außer Google-Nutzern dieses Blog besuchten. Heute kommt über die Hälfte meiner “Leserinnen” aus social networks – ob die weniger verrückt sind sei hier mal dahingestellt.

Gestern waren die größten: Facebook, Twitter und Anke Gröner.


12
Oct 09

Vielleicht sollte ich nur noch über meinen Blog twittern. #Datensicherheit

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11
Aug 09

shorty: ring2s testing his own URL shortener

Vor ein paar Wochen hatte ich ein kurzes Gespräch mit Hanno über so genannte URL-shortener, wie bit.ly bspw. – wir waren beide besorgt darüber, was denn passiert mit den tausenden Verweisen (Links) in Twitter oder Facebook, wenn diese Dienste mangels Geschäftsmodell unter dem digitalen Erfolg ihren Dienst versagen.

Nun hat es einen getroffen, Tr.im stellt seinen Dienst ein – und tausende shortURLs sind tot, unübersetzbar für den Browser, weil der Schlüssel fehlt. Ein Vorgeschmack auf das große digitale Sterben?

Frei nach der Devise, host yourself what belongs to you, habe ich eben shorty testweise installiert. Ein Script, das einen eigenen URIshortener ermöglicht. Unter s.ring2.de werden nun meine Links gekürzt und ihre Übersetzung zurück in echte Adressen verwaltet. Immerhin bin ich dann selber Schuld, wenn was schiefgeht.