Posts Tagged: Profil


17
Mar 10

Lena und alberne Profildaten

In Zeiten des digitalen Targeting auf meine Gefühle und Neigungen gilt das Verwässern und Unbrauchbar-machen zu den bisher wirkungsvollsten Gegenmaßnahmen.

“Ich bin zum achten Mal zwangsverheiratet.” – ist da ein Anfang.

stern.de: Was sagt Ihr Freund zu Ihrem Erfolg?
»Haha, guter Trick. Ich wurde sogar schon gefragt, ob ich einen Freund oder eine Freundin habe. Darauf sage ich dann immer: Ich bin zum achten Mal zwangsverheiratet.«

Quelle: stern.de – Interview Lena Meyer-Landrut “An Kampf zu denken, liegt mir nicht”


18
Apr 08

Facebook wirbt bei Google: “Nicht mit meinem Namen!”

facebook-blogger-werbung-google

Facebook macht Adsense Werbung mit Mitgliedernamen, wie ich gerade via twitter von Mario Sixtus erfahre. Und siehe da, auch mit meinem.

Das ist womöglich juristisch relevant, eben weil de.facebook.com, also Facebook Deutschland damit wirbt, mindestens aber dreist und unverschämt.
tbc …
Continue reading →


19
Feb 08

Studentenbaby, die Leihmütter meiner Kinder

studentenbabyIch habe im beheizten Garten von Tausendsassa Ola Ahlvarsson einen Chinesen kennengelernt, der dabei war, eben in China ein social network für Studenten aufzubauen. Der Clou, man kann sich seinen Studenten als Paten aussuchen, seine Laufbahn fördern und Zeugnisse, Fotos von Saufgelagen und einen Zusammenschnitt von der Aufnahmeprüfung zur ersten Verbindung der Uni bestellen. Dafür finanziert man sein Studium.

Ihm hätte die Idee einer Hamburger Studentengruppe gefallen, die aus Protest gegen die Studiengebühren ihre Körper (beziehungsweise Teile davon, die Frauen ihre Gebärmutter, die Männer ihren Samen – braucht es da noch Indizien für die gescheiterte Emanzipation?) feilbieten:

Unter dem Leitgedanken „Kind gegen Studiengebühr“ stellen sich auf studentenbaby.de Studierende als Leihmütter und Samenspender zur Verfügung, um auf diesem Weg gegen die Einschränkung der Bildungsfreiheit in Deutschland zu protestieren und sich ihr Studium zu finanzieren.

Kunden haben hier nicht nur die Möglichkeit, für 500 € ein Studentenbaby mit den Erbanlagen Ihres Lieblingsstudierenden zu erwerben, sondern sichern so zusätzlich einem jungen Menschen seine akademische Zukunft.
studentenbaby.de garantiert eine reibungslose Kontaktvermittlung, professionelle medizinische Betreuung von Kunden und Studierenden und eine verantwortungsvolle Begleitung des Studentenbabys bis zu seiner Geburt.

Wir schenken Leben. Schenken Sie Zukunft.

Gerüchte, wonach StudiVZ an den jungen Dingern Interesse zeigt, sind ausgedacht.

(Screenshot: studentenbaby.de)


28
Jan 08

Followerin

Ich sitze in der S-Bahn. Gegen die Fahrtrichtung, was nicht viel zur Geschichte beiträgt, mir aber immer weniger behagt, je älter ich werde. Ich twittere. Feierabend.

Mir gegenüber sitzt eine junge Frau in einem strengen, aber modischen, hellgrauen Rock, dazu ein passender taillierter Mantel. Sie hat sich ein helleres Rotbraun für das Leder ihrer Stiefel gegönnt. Eine kleine Rebellion in ihrer Welt, so stelle ich mir das vor.

Sie schaut auf ihr flaches Handy. Ein Motorola. Ich sehe nun ihr Profil. Eben und ein wenig silbern.

Die junge Frau liest. SMSen vielleicht.
Dabei lächelt sie und wippt rhythmisch mit dem einen bestiefelten Fuß, der über ihrem rechten Knie liegt.
Sie beisst gerade herzhaft in einen Apfel, als sie anfängt zu lachen.

Sie sieht sich um, bleibt mit dem suchenden Blick an meinem hängen.
“Sie sehen viel jünger aus, als auf ihrem Profilbild“, sagt sie und steigt lachend aus.

Ich fahre noch bis Wedel weiter. Schaue aus dem Fenster und denke erstmal an nichts mehr.


24
Jan 08

kaioo (25.000) vs. StudiVZ (5.000.000) und die Frage, wieso ich den Klon eines Klons nutzen sollte?

Bild 2.pngKann mir jemand verraten, auf welches “Hetzpapier” durch Blogs da beim Thema kaioo angesprochen wird?
Ist das StasiVZ Video der euphorische Versuch, durch Prolltrollen Profil zu gewinnen?
Kommt das nicht nur mir, oder auch anderen Elchen, spanisch vor?

Ich habe mir kaioo nu anlässlich dieses “battles” noch einmal angesehen (nachdem ich erst meine Anmeldung wegen vermuteter überbordender Datengier abbrach, dann aber doch meine ersten Eindrücke über kaioo hier aufschrieb, nachdem meine Neugier obsiegte).

Das eigentliche Problem, das kaioo hat, ist kein technisches, sondern ein anderes:
Es ist wirklich ein stinklangweiliges yasn (yet another social network). Ein strukturell nahezu perfekter Klon eines facebook-Klons.
Die Ausrichtung als gemeinnütziges social network reicht da nicht, als Alleinstellung, als Magnet, vor allem nicht, wenn ich (imho) in kaioo auf lauter eigennütziges, unnütziges, und wenig nützliches stoße.

Von einem Geist des gemeinsamen Aufbruchs in eine neue digitale Welt ist bei den Themen und Postings nichts zu spüren, besonders moderiert werden die Bretter auch nicht, wie mir scheint. Im Brett Hamburg behandeln bspw. viele Fragen/Threads die Bedienung von kaioo und nicht die Hansestadt, die Gruppe des FC St. Pauli hat im Dezember seinen letzten Laut von sich gegeben. Ein Projekt, wie Viva Con Agua de Sankt Pauli sucht man in diesem Zusammenhang vergeblich, würde es bei dem irrelevanten Rauschen dort wohl auch übersehen.

Das bestärkt mich in meiner ersten Einschätzung: Baut (lieber) einen Grundstock an Inhalten und Diskussionen, die einem Neuling zeigen, “Hierum geht es uns”. Ansonsten macht der thematische Wildwuchs und die überquellende Langeweile der Trolle eure schöne Idee kaputt.

Ich halt mich nu raus, möchte aber meine Kritik hier nicht als Hetze verstanden wissen.
Lehne mich zurück und hole mir Popcorn.


18
Jan 08

openID » myID

Die Empörung, um die Vermarktung der XING-Profile von Premium-Nutzern oder das Klammern an verwertbaren Profildaten bei StudiVZ sind erste Symptome einer Auseinandersetzung, die gerade erst beginnt. Der Kampf ums Profil. “Wem gehört das eigentlich”, wird spätestens dann gefragt werden, wenn ich Dank openID nicht bei jedem Social Network meine kompletten Daten eingeben muss oder möchte, wenn sich Menschen an ihr Grundrecht erinnern, weil es in den Brunnen gefallen ist das Baby, vielleicht durch einen Stalker, vielleicht durch Big Brother Schäuble.

Dann schlägt die Stunde einer IDBank, die meine Freigaben treuhänderisch verwaltet und für mich monetarisiert. Ob das eine private, staatliche oder ein NGO sein sollte muss und sollte diskutiert werden.

Ein Schritt in diese spannende Richtung unternimmt Yahoo!, indem es openID anbindet:
Yahoo will openID unterstützen und seine rund 248 Millionen Nutzer-Konten openID-fähig machen. Damit können sich Yahoo-Nutzer nun via openID bei verschiedenen Websites authentifizieren, ohne dort einen eigenen Login-Namen und ein Passwort festlegen zu müssen.