Posts Tagged: Print


2
Oct 09

Readability – Tool für Internet-Ausdrucker

… und Menschen, die sich Texte, die sie bei Zeitungswebsites bspw. immer in der Druckversion ansehen. Dieses Bookmarklet macht das, was Nur-Text-Versionen früherer Zeiten leisteten, sie konzentrieren den Inhalt auf ein leserliches Format.

readability plugin screenshot

Wer viel Text online lesen muss/darf/will und nicht unbedingt alles ausdrucken möchte, um Augen und Bäume zu schonen, wird über das hier vorgestellte Tool sicher genau so begeistert sein wie ich.

schreibt Markus und ja, ich bin begeistert.

So Markus, sieht übrigens einer meiner Blogbeiträge mit Readability aus.
Screenshot ring2 Textonly

… und bei einigen Pappenheimern versagt es bislang.
redability FTD.com


5
Jan 09

Tote Zeitschriften 2008

… in die zumindest mal hineingeblättert habe.

IQ Style
Matador
blond mag – für das es mir am meisten leid tut.
Park Avenue

… zumindest zwei davon leben online weiter. Immerhin.
Quelle: nekrolog 2008


1
Dec 08

Tarifdilemma bei Verlagen

»Richtige Könner würden doch nie vom stern zu stern.de gehen. Da hätten sie doch viel schlechtere Bedingungen«.

sprach Achim Diekmann, Betriebsrat bei G+J in diesem NDR-Beitrag und legte wie nebenbei seine Finger in eine Wunde, die “Journalisten über 30″ und “Print-Journalisten” vom prekären Rest trennt, mit mächtiger Stromkante – Tarifvertrag genannt. Das ist eine Dimension, die mir viel zu wenig diskutiert wird in diesen bewegten Zeiten.


9
Oct 08

Online und Ehrlich

“Online ist, wenn wir uns ehrlich in die Augen schauen, nicht so wichtig profitabel. Mit Journalismus, wie wir ihn machen, ist im Internet kein Geld zu verdienen.”

Originalzitat: Patricia Riekel
Ergänzungen (kursiv), Link und Streichungen von mir.
via Thomas


18
Aug 08

Wer braucht Filmkritiker?

Die gerade geführte Debatte, ausgelöst von Joseph Schnelle in der Berliner Zeitung, ob Kinos Blogs brauchen oder das Internet oder sich Kinogänger, von denen es immer weniger geben soll, doch besser in Printmedien informieren, als bei den Filmfreunden im Internet mutet gespenstisch an.

Schnelles größter Fehler: das Wiederaufwärmen dieses dummerhaftigen Kausalitätsansatzes Print=Qualität; Internet=Schrott.

Tatsache ist: Ein Teil des Kulturjournalismus in Print und Radiomedien wird verschwinden, weil es immer mehr ebenso kosten- wie verantwortungslose, zudem meinungsschwache Angebote der Blog-Amateure geben wird. Kritiklos verlängerte Werbung eigentlich.

Ich habe selbst ein paar Filmkritiken in dieses Blog geschrieben. Mal schnoddrig, mal kurz, mal ausführlicher. Meine Ideen würde Herr Schnelle als Schrott bezeichnen. Einerlei.

Beim lesen dieses vor Arrogangst triefenden Artikels sehe ich sie wieder vor mir, die zauseligen Filmkritiker mit denen ich auch schon die Kinosäle bei Pressepremieren teilte. Notorisch unterbezahlt, überwissend – vor wenn es um bengalische Filme geht, die vor 1965 gedreht wurden. Rauchend und grau im Gesicht saßen sie da, der neueste Hollywoodfilm wird als körperlich schmerzende Zumutung wahrgenommen. Ein verschwendeter Vormittag, wie so oft. Nicht gebührend gewürdigt wird ihr Wissen, das sie mit Tausenden von Taxifahrern teilen. Weder von Verlagsleitern, noch von Lesern.

Das schlägt auf die Stimmung, macht miesepetrig. Immerhin wurde man dafür bezahlt und kam aus den miefigen Redaktionsheim heraus, wenn man denn eins hatte. Da traf man immer dieselben Schleicher und in jeder Stadt sahen sie gleich aus.

Tatsache ist: Gute Filmkritik findet sich auch im Netz. Unbezahlt, mit Detailwissen bespickt, dass einem die Ohren schlackern, wenn man dann möchte, pointiert und manchmal doof.

Meinung ist: ich mag Fußball auch lieber parteiisch. Lebendig und nicht versteckt hinter einer kulturwissenschaftlichen Fassade, die an das Bukarest der 90er Jahre erinnert. Der Artikel von Herrn Schnelle drückt Angst aus und Unverstehen einer echten Welt, die aktiven Wettbewerb und Neugier erfordert, ohne Standesdünkel im warmen und subventionierten Bettchen des Feuilletons.


19
Jun 08

HA bloggt, fast

HA bloggt

Nicht nur ist die Deutsche Bahn eines der Lieblingsthemen deutscher Blogger, sie ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie sich Menschen publizierend mit ihrem bewegten Alltag auseinandersetzen. Dass diese Form sich heute morgen im Hamburger Abendblatt findet, freut mich.

Es zeigt nicht nur, dass Bloggen dem journalistischen Format der Glosse oder Kolumne sehr ähnlich ist (was ich ja schon länger behaupte), sondern auch in Zeitungen gebloggtes seine Berechtigung hat.

Könnten nun andere Blogger sich auf diesen Beitrag beziehen, Trackbacks setzen und sich der Autor daran gewöhnen auf Kommentare und Weiterdenkendes an anderer Stelle zu reagieren, durch Kommentare oder weitere Postings zum Thema, dann wäre das der erste gedruckte Blogeintrag, den ich bemerkt hätte.