Posts Tagged: paid Content


9
Feb 10

Altona Info – Hyperlocal umme Ecke

Hyperlocal ist das Schlagwort der Saison.

Blogs und digitale Angebote aus der Nachbarschaft machen den Etablierten, also Verlagen, Wochenblättern aber auch Verzeichnissen, wie “meine Stadt” oder offiziellen Stadtportalen Hamburg.de zu schaffen.

Auch und vor allem bei der lokalen Vermarktung. Bisher nur in Einzelfällen, wie dem Heddesheim-Blog (Heddesheim bei Mannheim, Kinder Kinder wo man alles so wohnen kann – Interview mit dem Betreiber ;)

Spätestens seit meinen Blogpostings zur Ansiedlung von IKEA in Altona ist mir ein Projekt aufgefallen, das diese Funktion zukünftig für meine unmittelbare Nachbarschaft übernehmen könnte. Bspw. ist sogar IKEA aufgefallen, dass man das offizielle Bürgerforum zum Streitthema dorthin verlegt, wo sich die Menschen treffen, die es angeht. Und das ist in diesem Fall Altona.info und kein Verlagsangebot oder Stadtportal. Bemerkenswert, betrachtet man die “paid content”-Ideen eines Hamburger Abendblatt.


15
Dec 09

Paid Content geht natürlich nur, wenn er einzigartig ist – auch in Hamburg

Stationen Stadtrad Hamburg
Das sind alle Stationen des Stadtrad Hamburg im Überblick.
Quelle: StadtradHamburg.de – kostenfrei

Das hier ist der dazugehörige Artikel im Hamburger Abendblatt:
Paid Content Wall Hamburger Abendblatt
Quelle: abendblatt.de – kostenpflichtig

Hintergrund: Das Hamburger Abendblatt macht seit heute große Teile des Lokalteils online zahlungspflichtig. Interessanterweise nicht oder erst später via Google.


15
Dec 09

Paid Content: abendblatt.de als Abo – finde ich gut

Hamburg. Es ist aussichtslos, spotten Experten. Es ist selbstmörderisch, argwöhnt die Konkurrenz. Es ist unverschämt, denken die Nutzer. Und doch werden wir es tun: Wir wagen, Werthaltiges im Netz künftig nicht mehr zu verschenken, sondern zu verkaufen.

… so beginnt die Rechfertigung des stv. Chefredakteurs des Hamburger Abendblatts, weshalb nun große Teile des Online-Angebotes ebenfalls nur per Abo, also neudeutsch als paid content angeboten werden sollen. Das Argument Qualitätsjournalismus ist eines, das mich auch nicht überzeugt – und dennoch finde ich den Schritt gut und in Teilen richtig.

Wenn es ein weiter so nicht gibt, die Refinianzierung von Redaktionen und Verleger-Rendite über Werbung online nicht (mehr) funktioniert (wobei man sich man anschauen muss, wer hier die Preise verdirbt ;), dann gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten.

  • 1. Ich muss mein Angebot so wertig machen, dass ich trotzdem zu hohen Preisen Werbung verkaufen kann. Dieses Modell beobachte ich bei Die Zeit online gerade.
  • Oder ich muss 2. es mit paid content probieren, zumindest für die Teile meines Angebotes, von denen ich annehmen kann, dass sie eigenstehenden Nachrichten- oder Informationswert besitzen.
  • In beiden Wegen liegt allerdings ein großes Wagnis. Das Versprechen zu halten, entweder gegenüber der Werbewirtschaft oder den zahlenden Kunden, dass der Wert meiner Postille, die Marktführerschaft des HA in Hamburg bspw. sich nicht aus der Vertriebsmacht des Axel Springer Verlages erklärt, sondern in der Qualität der Inhalte und das Verlangen der Leser für sie eine Wand zu erklimmen. Die Bezahlwand kann hier liebgewonnenen Selbstbetrug zerstören oder zu neuer Kraft im Journalismus beitragen. Ich bin sehr gespannt.

    Disclosure: Ich bin privat Abonnent des Hamburger Abendblatt, beruflich arbeite ich mit einigen seiner Mitarbeiter gerne und gut zusammen.


    15
    Dec 09

    Qualitätsjournalismus – die Hamburger Wand

    “… Qualitätsjournalismus ist per se eben nicht kostenlos, sondern kostenintensiv. Wer Qualitätsjournalismus zum Nulltarif will, will keinen Qualitätsjournalismus“, M. Iken, stellv. Chefredakteur d. Hamburger Abendblatt, ebenda

    … und da sage noch einer, Redakteure wollten oder könnten nicht Google-optimiert schreiben.

    (Dass ein Argument kein schlagendes wird, wenn man es mit sich selbst erklärt, eigentlich auch keines ist, sondern der fromme Wunsch eines Umsichkreisenden, brauche ich hier ja wohl nicht noch extra erwähnen)


    4
    Nov 09

    Paid Content Debatte – Werbefreiheit und Lesekomfort als Premiumdienst?

    Jedes Mal, wenn ich auf einen Artikel bei der Website der Financial Times Deutschland verwiesen werde, wie eben von @zeitonline, dann denke ich folgendes: “Wenn ich regelmäßiger Leser dieser Postille wäre, würde ich glatt fünf Euro im Monat zahlen, um alle Artikel gleich werbefrei und in einer leserfreundlichen Version zu sehen” – Nun muss ich noch den Klick auf die Druckansicht abwarten, bis ich den Artikel lesen kann.

    (Die ftd ist ein willkürliches Beispiel, der Gedanke kommt mir immer öfter, außer bei zeit.de übrigens, die sind so lesefreundlich, dass ich mir schon Gedanken über die Wirksamkeit der Ads mache – komisch nicht?)