“Im Heimspiel gegen Energie Cottbus haben wir noch gegen deren Fans gepöbelt, jetzt hatten wir auch 20 Idioten in unserem Block dabei. Das muss man genauso anklagen. So etwas gehört sich nicht”
Ralph Gunesch, St. Paulianer Continue reading →
Posts Tagged: Littmann
4
Nov 09
FC St. Pauli – am Scheideweg oder ein Medien-Knallfrosch
30
Jan 09
St. Paulis Millerntor: Was bleibt, wenn alles fertig ist? #Stadion
Auf der St. Pauli Lesung im letzten Herbst kam das Thema schon einmal auf und gestern auch schon wieder: wie verändert sich das Millerntor, wenn die Haupttribüne erst neu, wenn alles umgebaut und voller Logen ist?
Schon jetzt reiht sich der FC St. Pauli glänzend ein, in das gute Geschäft Fußball. Die teuersten Karten nach dem FC Chelsea, Merchandising-Weltmeister der zweiten Liga. Continue reading →
17
Jun 08
Schwule Nationalmannschaft?
Sitzt man beim Fußball dann kommt es öfter vor, dass Nebenleute vom “schwulen Schiedsrichter” sprechen oder mit “bist Du schwul, oder was?” den eigenen Mann zu mehr körperlichem Einsatz nötigen wollen.
Das ist dann in den seltensten Fällen wesentlich homophob motiviert. Vielmehr das schnelle Absprechen von männlichen Attributen, die wohl zum Fußballklischee gehören. “Mädchenfußball” als Konnotation für mangelnde Kraft und Zierlichkeit gehört in dieselbe Kategorie.
Es hilft da auch wenig zu wissen, dass – nach Cornelius Littmann – die schwulen Fußballer auch immer die härtesten Knochen sind. Eben weil sie dem Klischee überentsprechen müssen. Schwul wird hier mit “weich” übersetzt. Eine Eigenschaft, die wohl den eigenen Spielern am Wenigsten anhaften soll. Nun wird das im Fußball immer wieder diskutiert, als letztes Tabu sozusagen. Zuletzt auch über unseren Bundestrainer.
Ein Artikel von mir erfreut sich dieser Tage in diesem Zusammenhang besonderer Beliebtheit:
“Jogi Löw ist so schwul wie wir alle” wird seit seinem Erscheinen im vergangenen August immer wieder aufgerufen, verstärkt dann wenn die Nationalmannschaft spielt.
Heute sind es über 200 300 Leser (insgesamt nun knapp 3.000), die sich in verschiedenen Varianten einer Frage nähern:
Ist Jogi Löw schwul?
Mal ne Gegenfrage: Was wäre wenn ihr es wüsstet? Erklärt man so das weiche, ja schwule Spiel unserer Mannschaft gestern? Soll Jogi dann gehen. Kann einer der Jogi heißt nicht sowieso nur schwul sein? Oder darf sich ein Bundestrainer auch mal modisch kleiden? Macht ihn das verdächtig?
6
May 08
10%

Magere 10% bekommt der magische FC von den Einnahmen aus “seinem” Merchandising, wie diesem (erhältlich ab 30. Mai).
Lächerlich wenig, findet nicht nur Cornelius.
LITTMANN: … Auf dem Merchandising-Sektor sind wir national schon fast für die Champions League qualifiziert. Und wer fährt den Gewinn ein?
ABENDBLATT: Vermarkter Upsolut, der 90 Prozent dessen einbehält.
LITTMANN: So ist es. Und das ärgert mich. Wenn ich dann höre, wie sich alle darüber freuen, dass es demnächst St.-Pauli-Shops in anderen deutschen Städten geben soll, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Unser Verein profitiert davon nur unerheblich. Im Grundsatz bin ich nicht bereit, dies weiter hinzunehmen. Uns gehen jedes Jahr Millionenbeträge verloren.
29
Nov 07
Neuer Stadion-Sponsor für den FC St. Pauli: “Mövenblick Arena am Millerntor”
“Wenn schon denn schon”.
Vor fast einem Jahr bereitete Corny Littmann das Thema bei Hamburger Journalisten bei einem Treffen des Hamburger Presseclubs vor, dass der Verkauf des Stadionnamens, so Littman, „auf St. Pauli zukommen werde“. Nu ist es soweit.
Die MoPo witzelt so vor sich hin, wie schon vor ihr die ARD Sportschau, wohl wissend, dass ein passender Sponsor niemals zu finden sein wird. Es ist eben am Ende doch das Ausverkaufen einer Legende. Eine Legende, die nicht dem Verein gehört.
Nicht vorstellbar, dass die Ultras unter einem “Hanse-Merkur”-Schild, in einer “Arena” stehend, ihre weltberühmte Choreografie abfeiern. Das Phänomen FC St. Pauli und der Mythos des Millerntors ist eben keines, das allein einem Verein mit seinen funktionalen Strukturen geschuldet ist, sondern eine Leistung der Supporter des FC St. Pauli, und die sind eben durch Abmahnungen gegen Fußballfans und Diskussionen um die dicken Taschen der Sportvermarkter mehr als genervt und sensibilisiert.
Was wäre St.Pauli ohne Millerntor? Wir gehen seit Jahrzehnten ins schrottigste Stadion eines Bundesligisten was es gibt und warum? Weil es unser ist!! Unser Millerntor!!!
Der Name ist genauso wie der Totenkopf von uns Fans ins Leben gerufen worden oder habt ihr etwa das Wilhelm Koch Stadion vergessen?
Von daher Hände weg vom Millerntor, es gehört uns und keinem noch so potenten Geldgeber!!!
Da hilft nur Attacke. Eigentlich bleibt nur ein Sponsor, der so viel klassisches Feindbild mitbringt, dass er die selbstironische Ader der Paulianer trifft.
Mövenpick wäre so einer, oder die BILD Zeitung.
23
Aug 07
Jogi Löw ist so schwul wie wir alle
UPDATE:
Deutschland ist für Südafrika qualifiziert. Mit mehr Sott als Verstand, aber immer wieder mit Jogi Löw.
Und wie immer, wenn die deutsche Nationalmannschaft spielt, kommen die Google-Referrer, mit der blutroten Boulevard-Frage, ob Jogi Löw schwul sei. Und ich antworte, wie schon seit Jahren mit diesem Artikel:
Er ist wohl noch anderen aufgefallen, der liebevolle Bussi am Ende des Wembley-Spiels, den Joachim Löw einem seiner Schützlinge – wer war es gleich, Pander oder Mertesacker? – auf die Wange drückte. Oder woher kommt dieses plötzliche Interesse?
Noah hat diese Frage schon vor der letzten WM hier in Deutschland behandelt, “Na und? Das war ein schwules Tor, und das ist gut so!”
Und Corny Littmann hat bei einem Pressegespräch in HH einmal verraten, dass die härstesten Einsteiger die schwulen Kicker sind, die müssen sich eben immer noch überkaschieren, um ausser “Verdacht” zu bleiben.
Interessanter als die Frage nach dem privaten Vergnügen der Spieler und Trainer im Profifußball, deren Antwort eben auch privat bleibt und niemanden wirklich etwas angeht, finde ich die Vorstellung, die mir MoMo bei einem St. Pauli Spiel unterbreitete: “Eigentlich sind alle Männer in den 90 Minuten im Stadion ein wenig schwul”. Seine These ist ja eher, dass der männliche Durchschnittszuschauer da auf den Tribünen endlich mal ausleben kann, was er sich sonst verwehrt. Und dass gerade darin dieses vermeintliche Tabu begründet liegt.
Wert darüber weiter nachzudenken, wenn Sie lieber Leser bei einem Tor ihrem Nebenmann auch schon so herrlich in den Arm gefallen sind, ihn drückten und auf die schwitzige Wange küssten.
Update: Schaue eben in die Suchanfragen, über die Menschen mein Journal hier erreichen und bemerke eine Häufung der Frage, “ob Jogi Löw oder auch Jürgen Klinsmann schwul seien” – mal wieder, denn heute ist er Trainer des FC Bayern München geworden.
Das lässt Fußballdeutschland nicht los, oder? (update 11.1.2008).
Ein Thema, das Deutschland bewegt. (update 16.6.2008)




