Posts Tagged: Journalisten


1
Dec 08

Tarifdilemma bei Verlagen

»Richtige Könner würden doch nie vom stern zu stern.de gehen. Da hätten sie doch viel schlechtere Bedingungen«.

sprach Achim Diekmann, Betriebsrat bei G+J in diesem NDR-Beitrag und legte wie nebenbei seine Finger in eine Wunde, die “Journalisten über 30″ und “Print-Journalisten” vom prekären Rest trennt, mit mächtiger Stromkante – Tarifvertrag genannt. Das ist eine Dimension, die mir viel zu wenig diskutiert wird in diesen bewegten Zeiten.


28
Nov 08

Bombay, Twitter und die Nachrichten Journalisten

twitter, flickr, bombay, linse, falsche

… und warum sich Knüwer und der Spiegel gar nicht widersprechen.

Ich brauche keine Echtzeit, ich brauche Verlässlichkeit.
… schreibt Matthias Suess in seinem Blog. Als ob das die Frage eine Wahl wäre. Echtzeit ist nämlich schon da, spätestens seit dem Twitter-Sturm aus Mumbai.

Die aktuelle Twitterati-Schelte verkennt, dass es sich bei den Millionen Kurzmeldungen, um keine Nachrichten mit journalistischem Anspruch handelt. Der Kern einer Phantomdisksussion und eine Art protektiver Meinungslobbyismus der etablierten Nachrichtenmedien.
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29
Oct 08

Medientage München aus Bloggersicht

… ansonsten habe ich auch noch getwittert, huuuh: Continue reading →


21
Jul 08

Verkaterte Bildredaktion

SymbolbildDies ist ein Blog.
Was ich auch beweisen kann.

Er ist besserwisserisch: “Das ist nicht Brunnemann auf dem Foto, sondern Filip Trojan. Und weglaufen tut dem auch keiner, sondern er wird gefoult.

Er ist selbstbezogen: Denn er erwähnt, dass der Autor die Szene aus dem Spiel gegen Cuba auch gesehen hat, nur aus einer anderen Perspektive – was bei Blogs sehr wichtig ist, die eigene Perspektive. Ohne bist Du nichts, vielleicht noch journalistisches Stück Text, aber wer will das noch sein, wenn er die Süße der eigenen Perspektive einmal gekostet hat.

Deswegen ist er auch parteiisch: … denn objektiv kann keiner – und das erkannt zu haben befreit ungemein. Probiert das mal aus, dann verschwindet auch der Druck im Arsch.

… er ist überlegen, weil er nur über das schreibt, was ihn interessiert … und weil er keine Bildredaktion hat, die am Sonntag total verkatert Bilder raussuchen muss, über ein Thema, von dem sie keine Ahnung hat.

Screenshot: stern.de, Fotorechte ebenda – wird hier als Zitat benötigt, den Fehler Umstand darzustellen, dass Blogs genausowenig über einen Kamm geschert werden können, wie Medien. Spiegel und stern.de sind eben auch 2 Paar Schuhe


11
Jun 08

Verlagsmanager vs. Journalisten: “Eure Phantasien sind nicht unsere Visionen”

medien, zeitungen

Stolpere heute morgen über einen Beitrag von Michael Jürgs in der FAS. Eine Abrechnung mit “Flanellmännchen”, den selbstherrlichen Schaumschlägern unter den Medienmanagern, die denken man könnte Journalismus mit Buchhalternasen lebendig am Kiosk oder anderswo verkaufen.

Auch ein Angebot, zurückzukehren auf den Pfad großer Verleger.

Wenn das man so einfach wäre.
Es setzte nämlich voraus, dass folgende These Jürgs stimmt:

Falls auf der anderen Seite des Tisches im großen Saal des Hauses Manager mit Mut sitzen, könnten sie mit Journalisten zu gemeinsamen Zielen aufbrechen und deren Visionen in die Realität umsetzen.

… es nämlich genügend Journalisten gäbe, die Visionen hätten und den Mut aufzubrechen.
… es genügend Markt für solche Publikationen gäbe, also Leser bereit wären für querköpfige Meinungen zu zahlen. Oder würde dann als erstes das intern so heiß geliebte Feuilleton auf der Strecke bleiben, eben weil es eher ein Produkt der Eitelkeit von Journalisten ist, mehr als dass Nachfrage danach besteht?

Manager haben durchaus Visionen, das ganze Geschäft basiert ja darauf. Journalisten scheinen nur nicht mehr in der Lage die Visionen zu entwickeln, die die Phantasie ihrer Brötchengeber beflügeln. Die Medienbranche steckt in einer strukturellen Wandlung, die durchaus die Rückkehr zu hochqualitativen, engagierten Publikationen bedeuten kann. Die Mehrzahl der Journalisten heute, wird das aber nicht ernähren können. Und das liegt nicht an den Verlagsmanagern allein. Es liegt auch an der Weigerung vieler Journalisten diesen Wandel zur Kenntnis zu nehmen, zu akzeptieren, dass man nicht mehr nur für sich und die Mädchen schreibt, der Leser – nur um ein wenig zu strapazieren – sein Tun in Echtzeit bewertet, kommentiert, manchmal besser und fundierter selbst publiziert. Ist es da ein Wunder, dass Manager ihre Phantasien auf andere Bereiche lenken?

Wobei dies dabei nicht falsch sein muss:

Der gebildete Journalist Mathias Döpfner, Chef des Hauses Springer, hätte getreu dem Motto, ein Schuster möge bei seinen Leisten bleiben, für rund 600 Millionen Euro, die das PIN-Abenteuer gekostet hat, einen deutschen „New Yorker“ gründen oder eine Berliner Illustrierte und sogar beide über jahrelange Durststrecken wässern können.

Die Diskussion bei Rivva
Zum Thema: rebell.tv
-foto flickr, cc-lizenz-
-via-


14
Apr 08

Journalisten vs. Blogs

Der neueste Beitrag zum Diskurs “Journalisten vs. Blogs” kommt von mir sehr verehrten Blog Viralmythen:

Blogs sind eben nicht nur — und in einigen Fällen fast überhaupt nicht — Verbreitung von Informationen wie die gedruckte Zeitung, sondern diese Verbreitungsfunktion ist durchmischt durch dialogische Elemente, wie sie Journalisten z.B. in ihren Redaktionskonferenzen regelmäßig erfahren.