Meist entstehen sie aus Jux und Dollerei, bei einem Verschreiber ist der letzte entstanden: Hoaxes, Albernheiten und Wortschöpfungen aus der Blogsphäre.
Der aktuelle Gassenhauer ist ein schönes Beispiel für die virale Macht des Netzes, die sich von unten nach oben auf der bunten Oberfläche Googles manifestiert. Dadurch dann auch seine Bedeutung zieht. Das Wort Percanat ist ein Verschreiben, meiner Erinnerung nach von Merlix in einem Twitter Tweet entstanden, als er eigentlich Percanta schreiben wollte. Nicht nur er fand diesen Begriff so schön, dass alle ihm bei Twitter folgenden versuchten, dem Wort eine Bedeutung zu verleihen. Eine moderne Form von Pippi Langstrumpfs Spunk, Spunk 2.0 sozusagen. Nur mit dem Unterschied, dass in einer vernetzten Welt dieses Wort nicht in der Literatur hängen bleibt, sondern zu einem eigenen populären Phänomen werden kann. Ein kleines, zugegeben.
Nerdcores “Winona Ryders Sex Tapes” zähle ich aktuell dazu, zeigt doch Google auf den ersten zehn Treffern ausschliesslich deutsche Blogs. Womit bewiesen wäre, dass Winona sich erstens nie sexend hat filmen lassen, zumindest nicht privat. Zweitens die Wirkung von Blogs, ihr Ranking untereinander und das ständige Neusortieren bei Google schön zu beobachten ist.
Wieso, frage ich mich, setzen wir diese Macht nicht für etwas sinnvolles ein?
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