Posts Tagged: Freiburg


10
Nov 08

FC St. Pauli: Das A-Wort

U-Bahn Messehallen IIDas Orientierungsdilemma

Stani kennt seine Jungs, verbietet ihnen das mentale Herumsurfen in Aufstiegskuckucksheim.

Die Trainer-Kollegen, teilweise selbst gehörig unter Druck, freuen sich natürlich, einen Teil davon weitergeben zu können.

Jörn Andersen, Mainz 05, Spitzenreiter: “Alle Mannschaften, die jetzt oben dabei sind, sind Aufstiegskandidaten. Also auch St. Pauli. Die haben sich den Platz verdient und gehören dort hin. Stani macht eine sehr gute Arbeit, ich mag den Klub. Aufstieg – warum eigentlich nicht?”
(Mopo)

Die Diskussion geht auch mitten durch die Reihen der magischen Anhängerschaft.
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6
Nov 08

Aus Protest gegen DFL-Antosszeiten: 20 Minuten stille FC St. Pauli-Fans

DFB, DFL, Protest, Anstosszeiten, Ultra Sankt Pauli, Freiburg

Aus Protest gegen die Zerfaserung des Bundesliga-Spieltages zugunsten der TV-Verwertung durch die neuen Anstosszeiten der DFL 2009/2010 - bspw. in der 2. Bundesliga am Sonntag um 13:30 Uhr – oder auch das länger schon bei Auswärtsfahrern verhasste Freitagsspiel um 18:00 (Montag 20:15 Uhr ist natürlich auch nicht besser, wenn man nach Freiburg muss!) - bleibt es die ersten 20 Minuten des nächsten Spieltages still.
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13
Jun 08

1000 Fans, 1000 Videos – 1000 Perspektiven

...Es prallen Vorstellungswelten aufeinander, wenn einerseits darüber diskutiert wird, dass Internet-Videos von ARD und ZDF nach sieben Tagen – Sportvideos bereits viel früher – “aus dem Netz” genommen werden sollen.

Andererseits soziale Videodienste, wie Qik, sich auf das Iphone ausdehnen.

Sicher, die formaljuristische Position der DFL ist klar, aber wohl noch lange nicht abschließend geklärt. Die Diskussion um die Frage, “wem gehört der Fußball?” und “wie geht eine Gesellschaft mit dem Aufeinandertreffen zweier Grundrechte um?”, gerade erst entbrannt. Allein die Verbände und ihre Verwerter, die Sender und Broadcaster scheinen nicht mitdiskutieren zu wollen.

Liebe DFL, wollt ihr die alle abmahnen? Fußballfans, wie bspw. die fünf, die Videos vom Spiel des FC St. Pauli gegen den SC Freiburg vom 6.4.2008 auf YouTube eingestellt haben? Gästefans sind darunter und Paulianer. Viele verschiedene Perspektiven, von den Sitzplätzen über der Nordkurve, der neuen Südtribüne, entlang der Gegengeraden und aus dem Gästeblock. Zu vielen verschiedenen Zeitpunkten: Vor dem Spiel, vor und nach jedem Tor und bei der Ehrenrunde.

Zusammen ergeben diese Fragmente eine beeindruckende Collage an Emotionen, Eindrücken. Übermitteln Leidenschaft und Atmosphäre, auf eine Art und Weise, die man fast künstlerisch nennen kann.

Eine Konkurrenz zur herkömmlichen Sportübertragung im Internet sind sie nicht. Eher eine Ergänzung.
Das bald massenhaft auftretende Ausüben eines Grundrechtes, meiner Ansicht nach nicht zu verhindern, nur zu umarmen.


6
Apr 08

5:0 – magischer Sonntag am Millerntor

5:0 gegen Freiburg

Wenn man selbst emotional so mitgenommen ist, dann fallen einem nur Platituden ein, um diesen Tag zu beschreiben. Kein Wunder, dass die Paulifans das am Millerntor so seltene “so ein Tag, so wunderschön, wie heute …” anstimmten. Denn es stimmte, so einen Fußballtag hatte man lange nicht erlebt.

Paulispiele haben ja normalerweise eine eingespielte Dramaturgie, immer mehrere Phasen. Eine wichtige, ist der typische Einbruch nach 20 Minuten. Wichtig für den Sieg heute, dass eben in dieser Zeit St. Pauli der erste Treffer gelang. Und herrlich, durch ein Gestocher im Strafraum. 1a Pauli-like.

Das größte Lob gilt übrigens den Freiburger Fans, die nach dem 3:0 abschenkten, umschwenkten und sich ehrlich diesem Sonntag auf Sankt Pauli ergaben. Nicht verwunderlich dann, dass aus ihrem Block die La Ola angestimmt wurde, nur konsequent, dass sich die Mannschaft des FC St. Pauli bei den Feriburger Fans auch bedankte und die Welle machte. Großen Respekt von hier aus!

Das Spiel, absatzlos eigentlich ein einziger Sturmlauf. Nachdem von Freiburg trotz foulbehafteter Spielflußzerstörung nichts weiter kam wollte Sankt Pauli und zwar bis zum Schluss: Marvin Braun auf Kuru: 5:0.

“Wann ist denn Schluss”, fragte ich Bert neben mir. “Ich hoffe dieses Spiel hört niemals auf”, sagte er darauf und fasste in diesen Worten unser Wiederaufleben nach den 4:1 bei Paderborn in einem Satz zusammen.

Und Herr Schnitzler übrigens, das Stadion und ihr Sprecher mögen Sie in den blauen Hamburger Himmel heben, loben und behudeln. Nach meiner Meinung, haben Sie endlich mal ihre Arbeit getan. Gut so, bisherige Saison wiedergutgemacht.

Meine Tochter hat sich dann noch mit entspannten Spielern ablichten lassen. Gunesch, Rothenbach und Ludwig.

“Nen schönen Sonntag noch”, sagte Alexander Ludwig auf dem Weg. “Dir auch, mein Lieber.”