Posts Tagged: DIT


20
Feb 08

Millerntaler und Berliner Schnellmerker

FC St. Pauli hat Ärger mit seinen Fans”, headlined Julien Wolff in der Berliner MoPo.
“Anhänger des Zweitligisten protestieren erfolgreich gegen die neuen Marketingpläne ihres Klubs” und meint den Protest gegen den Millerntaler.

Das ist doch nu wirklich kalter Kaffee, der Drops ist gelutscht. Mensch Julien, ihr berichtet fast einen Monat später, als bspw. der Tagesspiegel. Sowas.

Aber recht hat er der Herr von der Aktion gegen den Millerntaler:

Erneuerung ist in St. Pauli immer eine Gratwanderung: Zum einen muss der finanzschwache Verein Geld generieren, um konkurrenzfähig zu sein. Zum anderen muss er seiner Tradition und dem alternativen Publikum gerecht werden, das gegen die Macht des Geldes kämpft. “Ein gewisses Maß an Kommerzialisierung gehört heute dazu. Aber wir wollen uns nicht verkaufen lassen”, sagt Brauns. Damit dieser Balanceakt gelingt, will der Verein künftig noch intensiver mit den Fans kommunizieren. “Es gilt, Kompromisse zu finden”, sagt St. Paulis Geschäftsführer Michael Meeske.

Lese bei Turi2, dass Juliens Artikel auch auf Welt.de veröffentlicht wurde.


23
Jan 08

Eine Gelegenheit für Brokeback Mountain

… in einer Retrospektive des kurzen Schauspielerlebens von Heath Ledger im ZDf zu laufen.


16
Jan 08

SZ et al, “Google News ist euer Fieber”

Nicht nur die deutschen Printmedien liegen in schwerem Fieber. Weltweit, zumindest in der westlichen Welt, sinken die Auflagen der traditionellen Zeitungen. Die Erkenntnis greift langsam um sich, dass das wohl nicht wieder wegzuwünschen ist.

Mit Erstaunen lese ich in diesem Interview der SZ mit John Lloyd, dass nun ausgerechnet Google News als Buhmann aufgebaut wird. Ein Buhmann, der allenfalls als Symptom durchgeht, stellt er doch sehr deutlich die Austauschbarkeit der Medienberichte dar, wenn zu einem Thema ausgerechnet Reuters als Quelle genannt wird, und, wie heute 300 (!) Medien denselben, oder minderwertig erweiterten Inhalt anbieten. Das war schon vorher so, fällt aber nun eben auf.

Menschen mit galoppierender Panik aber, nehmen solche, für normale Menschen leicht zusammenzudenkenden Zusammenhänge nicht wahr. Journalisten, wie Uli Jörges bspw. auch sehen das Problem nicht in ihrer eigenen Austauschbarkeit, sondern im Überbringer ihrer Nachrichten. Nichts anderes ist Google News, zitiert noch nicht einmal viel von den klassischen Medien. Unlauteres “Ressourcen” abgreifen, also Trittbrettfahrern, sehe ich da nicht.

SZ: Sehen Sie in “Googles News“ eher einen Freund oder Feind für die Zeitungswirtschaft?

Lloyd: “Google News” ist derzeit eher unser Feind als Verbündeter. Und zwar weil dort Nachrichten nicht selbst produziert, sondern einfach Anderen weggenommen werden. Dadurch wird die Anziehungskraft derer geschwächt, die fürs Nachrichtensammeln bezahlen müssen. Die stellen Google unfreiwillig ihre Ressourcen zur Verfügung und bekommen nichts zurück.

Leider geht Herr Lloyd nicht auf die interessante Frage ein, ob längere Reportagen, einzigartigere Inhalte, verwegene Geschichten der Schlüssel zur Umkehr wären? Meines Erachtens die einzige Chance, für Zeitungen schwieriger als für Magazine, sich vom seichten Nachrichtengeblubber abzuheben, mit Glück und Tüchtigkeit auf das Radar von bisherigen Nichtlesern zu kommen.


16
Jan 08

“Altona 93 ist das neue St. Pauli”

freude

Ich stehe beim Getränkehöker im Dorf. Wir beschnacken letzte Einzelheiten der Lieferung.
Neben mir steht ein älterer Mann, graues Haar, schwarzer Kapuzenpulli mit Totenkopf drauf. Allem Anschein nach ein Nachbar und ein in die Jahre gekommener Autonomer. Wir kommen ins Gespräch. Über den Stadtteil und den FC St. Pauli.

“Ich hab mir gerade eine Dauerkarte bei Altona 93 gekauft”, sagt er. “Da gibts noch echten Fußball. Ohne den ganzen Kommerz.”

Diese Ansage höre ich hier in letzter Zeit häufiger: “Altona 93 ist das neue Pauli”.

Wie das so ist, wenn ähnliche Gemüter und ewige Rivalen zu einem Testspiel Freundschaftsspiel aufeinander treffen, kann man sich heute Abend an der Adolf-Jäger-Kampfbahn ansehen, ein Stadion, das frei von der Gefahr ist, seinen Namen verkaufen zu müssen.
und gemeinsam schwelgen in alten Erinnerungen. Mit der bitteren Gewissheit (wie ich in den Kommentaren erst erfahren habe), dass auch Graswurzelfußballer zur finanziellen Sanierung ihre Seele verkaufen müssen.
Ich werde es wohl verpassen, freue mich aber immer wieder über die Tradition, das erste Spiel nach der Vorbereitung in Altona zu spielen. Eine nette Nachbarschaftsgeste und bestimmt frei von Nazis. Pure Fußballfreude.


15
Jan 08

Mein erstes Album

einstein observatory

Toll. Da habe ich eine Band, zumindest schon mal den Namen und auch schon ein Album, allerdings ohne Band recht klanglos. Aber hej, das kann ja noch werden. Immerhin, den Titel des Albums hab ich schon mal. Sieht doch alles recht angenehm aus, passt irgendwie auch zu dem, was ich mir unter der Musik vorstellte, die ich dann machen würde wollen.

Hihi, schöne Idee, das mit dem Musikalbum-Generator.
Nur eine Frage der Zeit, bis das jemand nachbaut. Irgendwie aber auch schön, das “händisch” abzusurfen. Ist irgendwie, wie ein unplugged-Alben, die kommen auch wahrhaftiger rüber. Und das ist bei Dingen, die es nicht gibt, wohl nie geben wird, schon was wert ;)

Hier nochmal die Anleitung zum Selbermachen (Ultimate Band Generator, analog edition):

Der Name deiner Band wird der Titel des ersten Artikels nach Klick auf diesen Link:
http://en.wikipedia.org/wiki/Special:Random

Dein Album wird nach den letzten vier Worten des letzten Zitats dieser Seite benannt:
http://www.quotationspage.com/random.php3

Das dritte Bild auf dieser Seite wird dein Album-Cover:
http://www.flickr.com/explore/interesting/7days


7
Jan 08

I have a dream

… den man nicht nur in Amerika träumen darf:

»Ihr habt gesagt, dass die Zeit gekommen ist den Lobbyisten, die glauben, dass ihr Geld und ihr Einfluss lauter sprechen als unsere Stimmen, zu sagen, dass sie diese Regierung nicht besitzen – das tun wir. Und wir sind gekommen um sie uns zurück zu holen.«

»You said the time has come to tell the lobbyists who think their money and their influence speak louder than our voices that they don’t own this government — we do. And we are here to take it back.«

Obama in Iowa, übersetzt von RE