Es ist klamm aber mild in diesen Oktobertagen, wenn es morgens schon heller ist als letzte Woche um die gleiche Zeit – ein morgendlicher Frühling, der sich nur eintrübt, wenn man an das frühe Sterben der Helligkeit denkt. Derzeit so kurz nach 17:00 Uhr und es wird noch schlimmer.
Immer wenn ich über das Hamburger Dammtor ins Büro fahre komme ich über die Dag-Hammarskjöld-Brücke. Im Sommer machen sich hier professionelle Musikbettler und alt-eingesessene Schnorrer mächtig Konkurrenz. Die Schönwetter-Bettler sind weg, geblieben ist der Punk, der nun wieder alleine über das vermutlich einträgliche Revier auf der naßglatten Brücke tigert. Wir grüßen uns inzwischen, manchmal schnacken wir ein 2-Sätze-Gespräch über den magischen FC. Heute blieb es bei einem kurzen “Moin, Moin” – ich bin wieder zuhause.


