Posts Tagged: Bundesliga


7
Mar 10

1860 – 150 mal verloren magischer FC?

Warum fahre ich auswärts mit dem magischen FC? Bin ich Masochist? Kann ich was bewirken?

Ja, das geht. Nirgendwo ist der Unterschied zwischen dem heimischen Millerntor und der Fremde spürbarer als in München. 1860 Freunde, die sich freuen, Dich zu sehen und 500 Ultras, die ihr eigenes Süppchen kochen, “Scheiß St. Pauli” rufen und dumme “St. Pauli-FC Bayern”-Rufe ernten. Nee, deswegen bin ich nicht hier. Sondern wegen der Magie, die auch wirkt, wenn sie fehlt, lieber Andre Trulsen. Das durften wir nicht gewinnen heute, weil wir Angst vor den eigenen Chancen hatten – soviel zum Spiel.

Aber den Sieg gegen RWO am Millerntor nächstes Wochenende, den habe ich ein wenig mit erlitten heute, mir verdient, indem ich Werner seine Magie abgeschnackt habe. Werner ist übrigens Deutscher Pokalsieger von 1957 – und wird in der Arena rumgeschubst von jungen Hostessen, wie wir alle. Er hat sie mir vermacht, seine Magie, siehst Du Fußballgott, das wirkt, auch wenn Du mir auf meine aufmunternden Worte mit Presse-Texten antwortest (“zu diesem Zeitpunkt haben alle ersten fünf noch Chancen …” mein Popo!). Macht nix, dass Ebbers nur einen versenkt. Hauptsache wir können gegen RWO auch ohne Bruns und Takyi, die haben sich meine Magie heute nicht verdient. Du lieber Naki wundere Dich nicht, dass Dir wildfremde nachwinken. Das war ok.

Allez Braun-weiß, so renne ich durch diesen Sonntag. Für mich, rastlos und ausser Haus.


28
Nov 09

Holger, Andre und Helmut: Drei der Magie erlegen (zu Frage 3 des Vorspiel-Interviews FC St. Pauli – Union Berlin)

3.) Eine der Sorgen bei Union war, dass Trainer Uwe Neuhaus durch die erfolgreiche Arbeit weggekauft werden könnte. Holger Stanislawski wird bei St. Pauli ebenso wie Neuhaus mit der aufgebauten Mannschaft und dem Erfolg der letzten drei jahre identifiziert. Habt ihr auch die Sorge, Stanislawski könnte mal weg sein? Und was zeichnet seine Arbeit aus?

… fragte Sebastian mich via E-Mail in unserem Vorspiel-Interview zum Klassiker der Kulterben FC St. Pauli vs Union Berlin.

Eigentlich freue ich mich über die Frage, auch wenn sie diffuse Ängste belebt, die jeden Fan am Millerntor irgendwie bewegen. Da geht es um eine merkwürdige Melange, den immer noch ungläubigen Blick auf die tollen Spiele und den famosen Fußball, der seit Stanis und Trullas Übernahme seit nun 3 Jahren am Millerntor gespielt wird. So recht trauen wir dem Braten ja immer noch nicht, und laufen so Gefahr, es nicht genießen zu können, bevor es mal vorbei sein wird.

Und das wird es. Ein professioneller Fußballtrainer, wie Holger Stanislawski, quält sich ja nicht zur Prüfung, um dann in zwei oder drei Jahren nicht in der 1. Bundesliga zu trainieren. Meiner bescheidenen Einschätzung nach, bleibt dem magischen FC dieses Gespann noch zwei weitere Jahre erhalten, in denen wir entweder in die Bundesliga aufsteigen oder auch nicht. Für mich eigentlich einerlei, ich sehe Spiele gegen Union genauso gerne, wie gegen Bochum.

Das zunächst auch von mir kritisch beäugte Wiederverpflichten von Helmut Schulte kann sich dann als Glücksgriff herausstellen. Dieser Mann ist nicht nur ein hervorragender Junioren-Trainer und Scout, er kann den Stil eines Stani auch mit Trulla gemeinsam weiterführen. Das macht mich also nicht bange.


8
Nov 09

23

Deniz Naki

Eine bemerkenswerte Fußballwoche hat mit dem Sieg gegen diese kämpferische Fortuna seinen Höhepunkt gefunden, ein so emotionsgeladenes Spiel habe ich am Millerntor selten erlebt, wenn es “nur” um Ligapunkte ging. Continue reading →


21
Nov 08

HSV ist heilbar

HSV Hamburg

… ist der HSV eine Art mentaler Befall, dann ist ja noch Hoffnung für Nico und Pg. Eine Dosis Werder zuhause kann da Wunder wirken. Morgen Abend tut es noch ein wenig weh, am Dienstag ist dann aber wohl schon Besserung in Sicht.

Klebt im Uebel & Gefährlich an der Wand. – via testspiel.de


15
Nov 08

Niemand siegt am Millerntor!

Allez Forza Sankt Paulé“Sowas kann nur das Millerntor”, da waren wir uns gestern einig, dass das ein ganz tolles Spiel war im Hamburger Nieselregen. Gegen eine Ahlener Mannschaft, die viel zu früh sich selbst auf die Schulter klopfte, nach ihrer fulminanten Anfangs-halben-Stunde.

Wieso dann auch keiner am Millerntor gewonnen hat diese Saison, zeigte sich nach dem 0:2, als die 20.000 Paulianer im Stadion gemeinsam den Ball ins Ahlener Tor gewünscht haben, so laut und energisch, dass Ebbers und Bruns gar nicht anders konnten, als auszugleichen (Spielverlaufs-Blogging bei Jekylla).

Mich fasziniert ja immer wieder, wie Entscheidungen des Schiris (beim 0:1 bspw.), aber auch Support, Gesang und Liebe so ein Fußballspiel beeinflussen können. Mensch, was hatten die Ahlener eine Schiet-Angst am Schluss und wie schlimm kaputt gemacht haben sie ihr eigenes Spiel, dass es fast schon unanständig war. Da ist es am Ende nur eine Randnotiz, dass Hennings den Elfer verschossen hat.

Macht nix, blieben wir halt stehen und singen uns aus einem spannenden Fußballabend. “Niemand siegt am Millerntor”!


31
Oct 08

13:30 ohne uns! – die neuen Anstosszeiten der DFL

13:30 - ohne unsAuch die neuen DFL-Anstosszeiten bleiben eine Katastrophe für den deutschen Fußball.

Der Regelspieltag der 2. Bundesliga sieht weiter drei Spiele am Freitag um 18:00 Uhr vor. Hinzu kommen zwei Begegnungen am Samstag um 13:00 Uhr, was den Clubs der 2. Bundesliga Präsenz im Rahmen der frühen Free-TV-Erstverwertung der Bundesliga (Samstag ab 18:30 Uhr) sichert. Im Sinne der Fans wurde die Anstoßzeit der Sonntagsspiele im Vergleich zum ursprünglichen gemeinsam mit Sirius veröffentlichten Plan um eine Stunde in den Nachmittag verlegt: Die Partien werden nun um 13:30 Uhr angepfiffen. Darüber hinaus bleibt es beim eingeführten Montagsspiel um 20:15 Uhr.

Letztlich müssen Fanpetitionen wirkungslos bleiben, wenn die DFL – und damit der DFB und damit die Vereine! – den TV-Zuschauer als Fan betrachten, ihre Supporter im Stadion, die Auswärtsfahrer und die eigenen Amateure aber opfern oder so drangsalieren, dass sie nicht mehr ins Stadion kommen. Schaden tun sich die Vereine selbst, schneiden den lebendigen Körper der Aktiven entzwei, um passive Premiere- und DSF-”Kunden” zu gewinnen.

Das macht Fußball beliebig, virtuell, was sich am Thema Hoffenheim gut zeigt.
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