Aus Protest gegen die Zerfaserung des Bundesliga-Spieltages zugunsten der TV-Verwertung durch die neuen Anstosszeiten der DFL 2009/2010 - bspw. in der 2. Bundesliga am Sonntag um 13:30 Uhr – oder auch das länger schon bei Auswärtsfahrern verhasste Freitagsspiel um 18:00 (Montag 20:15 Uhr ist natürlich auch nicht besser, wenn man nach Freiburg muss!) - bleibt es die ersten 20 Minuten des nächsten Spieltages still.
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Posts Tagged: Anstoßzeit
6
Nov 08
Aus Protest gegen DFL-Antosszeiten: 20 Minuten stille FC St. Pauli-Fans
22
May 08
Fan-Petition gegen DFL-Anstoßzeiten

Eine Aktion der Sozialromantiker Sankt Pauli
Die DFL formuliert in ihrer Mitteilung von dieser Woche in geligem PR-deutsch, dass sie eine Organisation der Spieltage ab 2009 vorstellt, die Fans, Vereine und Partner gleichermaßen bedenkt. Quatsch!
Fussball-Fans fühlen sich immer mehr als “nützliche Idioten”, deren Leben am Wochenende von Renditeüberlegungen in Asien geleitet wird. Die Sozialromantiker St. Pauli sind ein Fanprojekt, dass gegen die neuen Anstoßzeiten und ihre Gefahren eine Petition ins Leben gerufen haben. Unsere Forderungen:
• Nehmen Sie diese neuen, fanfeindlichen Anstoßzeiten vor allem am
Samstag und Sonntag zurück! Beginnen Sie an diesen Tagen keine Spiele
vor 15 Uhr.
• Werten Sie die 2. Bundesliga im öffentlichen
Interesse auf durch möglichst einheitliche Anstoßzeiten an maximal zwei
Tagen pro Spieltag.
• Verzichten Sie an Wochentagsspieltagen auf Anstoßzeiten vor 19.30 Uhr.
• Sorgen Sie durch frühzeitige und langfristige Terminierung der
Spieltage für Anreise-Planungssicherheit vor allem für die Auswärtsfans.
GEGEN DIE ZERSTÖRUNG DES KULTURGUTS FUSSBALL!
… hatte gegen den Millerntaler ja schon mal funktioniert.
(via cajacore, foto: sozialromantiker st. pauli)
21
May 08
Neue Anstoßzeiten 2009: DFL-Entscheidung-”eine Katastrophe für den Fußball”
Der Konkurrenzkampf um den Platz an der Sonne auf Europas Fußballplätzen ist unerbittlich. Wie weiland im vorletzten Jahrhundert beuten die Verantwortlichen ihre Ressourcen bis aufs Blut aus, um die scheinbar bestmögliche Position im Kampf um die Führungsposition zu haben.
Was sich hier wie eine Abhandlung aus der Kolonialzeit anhört oder vom neokapitalistischen Treiben einiger Hedgefonds abgeleitet sein kann, ist die einzig logische Folgerung, die man aus der letzten Entscheidung der DFL zur übernächsten Spielzeit bezüglich der Anstoßzeiten ziehen kann.
Die DFL hat in ihrer großen Weisheit zur Stärkung ihres Aushängeschilds noch einmal sämtliche Spielpläne durcheinander geworfen. Ab sofort werden aus dem Salamispieltag mit drei Terminen je Runde noch mehr dünn geschnittene Scheibchen für den Fan, denn mit Freitag (20:30), Samstag (15:30, 20:30), Sonntag (14:45!, 17:00 – 20:30!), gibt es gleich fünf Termine, auf die sich der Fan einstellen muss.
Wesentlich härter als die Bundesliga hat des die Fans im Unterbau getroffen. Schon jetzt mussten die Anhänger sich teilweise Urlaub nehmen, wenn sie ein Heimspiel ihrer Mannschaft sehen wollten (Wochenspieltage um 17:30 Uhr, Freitag um 18:00 Uhr). Doch in naher Zukunft gibt es dazu noch Ärger mit dem Pfarrer und der Familie. Wie anders ist ein Termin um 12:30 Uhr zu deuten, der jetzt für die Zweite Liga am Sonntag vorgesehen ist. Dazu kommt ein “Top-Spiel” am Samstag um 13:00 Uhr. Der gemeine Stadiongänger geht der DFL anscheinend am Allerwertesten vorbei. Wie könnte dies Vertretung der Profi-Klubs sonst auf die Idee kommen, ihre Fans derart zu verprellen.

