Posts Tagged: Aggression


20
May 08

Freie Meinungsäußerung als Fan nur noch anonym?

Wenn es nach den Fußballverbänden und ihren Verwertern geht, dann ist jedwede Übertragung aus Stadien, vor, während oder nach dem Spiel lizenzpflichtig. Das gilt für eine EM genauso, wie für die Bundesligen und Hartplätze in Würtemberg.

Diese Ansicht ist mächtig, vor allem mit mächtig Aggression und langem Atem ausgerüstet, wenn es um die Durchsetzung der Interessen geht. Einem Fan scheint es da unmöglich sein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung auch aus Stadien zu verteidigen. Das kann schlicht Existenz gefährdend sein.

Nun kann man nur denjenigen abmahnen, den man auch ermitteln kann (Blogimpressum) und der in dem eigenen Rechtsraum agiert. So gesehen ist es letztlich konsequente Folge dieser rigiden Einstellung, dass Projekte, wie der Euroticker von Lanu vollkommen anonym über diverse us-amerikanische Dienste, wie Mogulus oder Twitter, betrieben werden.

Verhindern kann die DFL also mannigfaltige digitale Fan-Äußerungen gar nicht. Sie zu erlauben, zumal sie das eigene Produkt eher stärken, als schwächen, ist das Gebot der Stunde, will man nicht dem Weg der Musikindustrie nachfolgen.


23
Jul 07

o2: TV-Werbung nun ohne B-Diva Ferres

Veronica Ferres stößt bei mir so viele Aggressionspunkte an, dass ich mich bisher nicht traute etwas über die zu schreiben. Es wäre gerichtsverwertbar geworden.

Umso mehr freut es mich, dass das von mir sehr verehrte Unternehmen o2 sich von ihr trennt in seiner Werbung.


26
Jun 07

Schwulenfreund

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ich mich genötigt sehe eine Selbstverständlichkeit öffentlich auszudrücken. Nach Lektüre dieses Artikels hier, fühle ich das aber: Nötigung

Danach ist der Anteil der Deutschen, die Homosexualität für unmoralisch halten, im vorigen Jahr von 16,6 auf 21,8 Prozent gestiegen. Als Grund für zunehmende Feindseligkeit, auch gegen andere Minderheiten, nennt die Studie Orientierungslosigkeit und Angst vor dem Abstieg. Dabei gingen die Aggressionen gegen die vermeintlich Schwächeren nicht von den Rändern der Gesellschaft aus, sie kämen aus der Mitte – jene tragende Schicht, die bislang als Garant von Normalität und politischer Stabilität galt, sei im Begriff, sich zu radikalisieren.

Ein Ort, an dem es die Mehrheit der Minderheit besonders schwer macht, ist die Schule. »Schwul« steht auf der Hitliste der beliebtesten Schimpfwörter unter Schülern ganz oben. Jugendliche, die sich dazu bekennen, müssen regelrecht Spießruten laufen. »Die Schule ist ein homophober Ort«, konstatiert lapidar die Studie Schwule Jugendliche des Niedersächsischen Sozialministeriums.

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