Posts Tagged: Abo


16
Feb 10

DIE ZEIT online zu Westerwelles “Deppen der Nation”

Ich lese DIE ZEIT bewußt nur noch online. Und was ich dort über Westerwelles Thesen und ihre Beständigkeit gegenüber einer kritischen Betrachtung lese, gefällt mir so gut, dass ich gerne ein online-Abo abschließen würde.
@wblau, ab wann geht denn das?


Sind arbeitende Menschen die “Deppen der Nation”? Continue reading →


15
Dec 09

Paid Content: abendblatt.de als Abo – finde ich gut

Hamburg. Es ist aussichtslos, spotten Experten. Es ist selbstmörderisch, argwöhnt die Konkurrenz. Es ist unverschämt, denken die Nutzer. Und doch werden wir es tun: Wir wagen, Werthaltiges im Netz künftig nicht mehr zu verschenken, sondern zu verkaufen.

… so beginnt die Rechfertigung des stv. Chefredakteurs des Hamburger Abendblatts, weshalb nun große Teile des Online-Angebotes ebenfalls nur per Abo, also neudeutsch als paid content angeboten werden sollen. Das Argument Qualitätsjournalismus ist eines, das mich auch nicht überzeugt – und dennoch finde ich den Schritt gut und in Teilen richtig.

Wenn es ein weiter so nicht gibt, die Refinianzierung von Redaktionen und Verleger-Rendite über Werbung online nicht (mehr) funktioniert (wobei man sich man anschauen muss, wer hier die Preise verdirbt ;), dann gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten.

  • 1. Ich muss mein Angebot so wertig machen, dass ich trotzdem zu hohen Preisen Werbung verkaufen kann. Dieses Modell beobachte ich bei Die Zeit online gerade.
  • Oder ich muss 2. es mit paid content probieren, zumindest für die Teile meines Angebotes, von denen ich annehmen kann, dass sie eigenstehenden Nachrichten- oder Informationswert besitzen.
  • In beiden Wegen liegt allerdings ein großes Wagnis. Das Versprechen zu halten, entweder gegenüber der Werbewirtschaft oder den zahlenden Kunden, dass der Wert meiner Postille, die Marktführerschaft des HA in Hamburg bspw. sich nicht aus der Vertriebsmacht des Axel Springer Verlages erklärt, sondern in der Qualität der Inhalte und das Verlangen der Leser für sie eine Wand zu erklimmen. Die Bezahlwand kann hier liebgewonnenen Selbstbetrug zerstören oder zu neuer Kraft im Journalismus beitragen. Ich bin sehr gespannt.

    Disclosure: Ich bin privat Abonnent des Hamburger Abendblatt, beruflich arbeite ich mit einigen seiner Mitarbeiter gerne und gut zusammen.


    4
    Nov 09

    Paid Content Debatte – Werbefreiheit und Lesekomfort als Premiumdienst?

    Jedes Mal, wenn ich auf einen Artikel bei der Website der Financial Times Deutschland verwiesen werde, wie eben von @zeitonline, dann denke ich folgendes: “Wenn ich regelmäßiger Leser dieser Postille wäre, würde ich glatt fünf Euro im Monat zahlen, um alle Artikel gleich werbefrei und in einer leserfreundlichen Version zu sehen” – Nun muss ich noch den Klick auf die Druckansicht abwarten, bis ich den Artikel lesen kann.

    (Die ftd ist ein willkürliches Beispiel, der Gedanke kommt mir immer öfter, außer bei zeit.de übrigens, die sind so lesefreundlich, dass ich mir schon Gedanken über die Wirksamkeit der Ads mache – komisch nicht?)


    17
    Jul 08

    HHer Dialoge: Zeitungstausch

    Eben am Dammtor:
    Zeitungs-Abo-Ranholer: “Wollen Sie ein Hamburger Abendblatt?”
    Passant: “Nein, aber Sie eine ausgelesene MoPo?”

    Zeitungs-Abo-Ranholer: denkt kurz nach, dann sagt er “ach ja, so für nachher!”
    (sic!)



    Hamburger Dialoge ist eine Adaption dieser Idee des Hauptstadtblogs.
    Mit Empfehlung des Hauses: «Hier nix Wedding. Hier is‘ Neukölln!»


    4
    Jul 08

    5 Euro – mindestens – für “mindestens haltbar”

    best before

    Nun, wird sich jetzt sicher einer finden, der das sagt – denken tun es sicher auch einige – dass der Titel schon suggeriert, das ein Projekt Namens “mindestens haltbar” eben auch ein Datum hat, an dem es sozusagen überkippt. Sauer wird, oder ungenießbar.

    Der Inhalt kann hier nicht gemeint sein, der ist nämlich spitze. In letzter Zeit unter Chefredaktion von Herrn Dahlmann initiiiert, sortiert und ausgewählt.

    Es muss wohl an der mangelnden Verwertung seitens knallgrau liegen, so meine Mutmaßung, dass “mindestens haltbar” als Investition unhaltbar wurde.

    Und dann ist da noch die von mir betreute Literaturseite Mindestenshaltbar. Hier wurde mir vor einigen Tagen mitgeteilt, dass man die gesamte Seite nicht fortführen möchte. Finanziell vernachlässigbar, aber ärgerlich.

    Ich frage mich, ob es nicht Zeit wird, ein Experiment zu wagen.
    Das Experiment für eine erste digitale Abo-Zeitschrift. Fünf Euro/Monat und abonnierten RSS-Feed.

    Ich werfe so vielen Unternehmen so viele Euro so viel zu lange in den Rachen, bis ich meine Abos ändere oder kündige, da machen fünf Euro den Kohl nicht fett. Und vielleicht können dann die Abonnenten ja auch die Themen bestimmen. So wie das in social football clubs auch schon Gang und Gäbe ist.