I love her, oh Yeah!

FCSP, Twitter, Marcel Eger
@fcstpauli worüber beschwert sich denn der Eger da? Doch nicht über den DSF-Protest?
#dfl #scheissdsf #fcsp
… hatte ich schon nach dem Abpfiff im Dreisam-Stadion gemutmaßt und lag wohl richtig, wie das Abendblatt heute morgen bestätigt. Nun ist das zu einfach, dem mangelnden Support die Schuld in die Schuhe zu schieben – tut wohl auch Marcel Eger nicht. Die Beziehung ist angeknackst an diesem Abend, Spieler, wie Marcel Eger spüren das erste Mal, was Liebesentzug bedeutet. Bisher haben sie sich – vor allem am Millerntor – dieser Einheit sicher sein können, die den gegnerischen Mannschaften einen Schauer über den Rücken und manchmal einen Roar durch das Millerntor hat fegen lassen.
Vielleicht macht auch die Erkenntnis so aufgewühlt, dass man als Profi Teil der Gegenseite ist in diesem Fall. Den Spruch “Scheiß-DSF”, stellvertretend für die TV-freundlichen Anstoßzeiten fand ich schon immer etwas zu kurz gegriffen. Nicht nur weil er Premiere ausschließt, sondern weil er die DFL, die Verwertungsgesellschaft des DFB, dem Verband der Vereine, und damit auch des FC St. Pauli ausnimmt aus dem Protest.
Natürlich ist das ein Spannungsfeld, das schmerzt, wenn es an die heiße Kante der Liebe stößt – aber fragt mal einer die Freiburger, denen ich hier nochmals meinen tief empfundenen Respekt zolle für das Schweigen im eigenen Stadion!
Nein Marcel, da müsst ihr durch, denn der Protest ist gerecht und wichtig. Fußball, das lese ich bspw. gerade im hervorragenden Buch “football’s home” von Carsten Germann gerade nach, wie sich das in England entwickelte vor 20 jahren, ist ein soziales Phänomen, dessen Rückrat gerade die reisenden Fans sind. Das konntet ihr in Freiburg am eigenen Leib erfahren. Also zeigt Verständnis, liebt zurück, da braucht man ja nicht immer einer Meinung zu sein.
