swype – die Revolution der Texteingabe. Endlich

swypeZwei Blogger, die ich regelmäßig lese, sind derzeit auf der Techcrunch50 in Kalifornien und beide jubeln über die Präsentation des Start-Up swype, das anscheinend einen Weg gefunden hat, Texteingabe über so etwas, wie ein leichtes und persönliches Steno zu realisieren.

Wer einmal die Input-Hilfe des Apple Iphone erlebt hat, das in diesem Zusammenhang ein echter Rückschritt zu T9 ist, der einzigen halbwegs als Standard durchgehenden Lösung im Bereich Texteingabe. Das liegt an der faschistoiden Art, wie Apple seine Vorschläge in meinen Text drückt.

Apple war es auch, die den grundsätzlichen Ansatz, den swype wohl auch verfolgt, Texteingabe über Touchscreen als erster vesuchte. 1993. “Der Newton zeichnete sich durch eine lernfähige Handschrifterkennung aus”, wurde aber vom Markt nicht angenommen. Auch weil die “Erkennung” gar nicht wirklich erkannte, sondern eine Sprache war, die mühsam erlernt werden musste. Das gab es später beim Palm auch nochmal.

Mit dem Finger oder dem Griffel fährt man nur die Buchstaben auf der Tastatur nacheinander pro Wort ohne Absetzen ab und der Algorithmus erkennt das Wort mit hoher Trefferquote.

Nun weiß ich, dass eine gute Präsentation beeindrucken kann, vor allem, wenn man vorher so viel ordinäres sich hat anhören müssen, mit einer gehörigen Portion Jetlag in den Knochen. Aber Präsentationen kann man so optimieren, dass die Trefferquote hoch ist. Ich bleibe skeptisch – vermute aber auch, dass Nokia, Microsoft oder gar Apple diesem Heilsversprechen – einfaches, natürliches Eintippen Eingeben von Texten auf mobilen Geräten – nicht widerstehen können und die kleine junge Firma noch binnen Jahresfrist in einem großen Konzern aufgeht, wie einst Jaiku bspw..

Lernen muss man swype übrigens auch.

Tags: , , , , , , ,

3 comments

  1. Wieso geht mir jetzt diese Szene aus dem Raumschiff Entenscheiss nicht aus dem Kopf, wo Schrottie einer Firma in der Vergangenheit etwas tolles neues geben will, sich an den Rechner stellt und in die Maus spricht: “Hallo, Computer?”

    DAS wäre Fortschritt!

    Alles andere ist doch nur Tinnef… :-D

  2. Es ist ne weile her, dass ich das letzte mal t9 verwendet habe, aber eine kleine Lanze fuer das iPhone mag ich da brechen – im Grossen und Ganzen fuehlt sich die Texterkennung da fuer mich besser an, vielleicht liegt das aber eh an der allgemein guten Benutzerfuehrung. Das einzige, was mich da wirklich nervte, war das Abwaehlen von unerwuenschten Korrekturen, das ist gelegentlich arg feinmotorisch. Ansonsten fand ich die iPhone-Erkennung insbesondere bei langen und zusammengesetzten Worten bisher besser als t9, wie gesagt, unter Vorbehalt, was da in den letzten drei Jahren passiert ist.
    Ansonsten teile ich deine Skepsis, das habe ich auch schon vor …lass es 5 Jahren sein, als die Tablet-PCs zum ersten mal ein wenig aufkamen, gehoert. Und Ack zum Palm, mit dem hatte ich auch einige Zeit meine freude und muss sagen, da ist die iPhone-Tastatur besser, als es das Palm-Steno je war.

  3. @Carlos – ja genau an diese Szene musste ich eben beim schreiben auch denken, habe dann aber vergessen sie zu erwähnen :)

    @korrupt (sic!:) – “das ist gelegentlich arg feinmotorisch.” – und vor allem FALSCH HERUM! Ich möchte die Texthilfe nehmen, wenn ich das meine ud nicht mühsam wegdrücken müssen, weil Herr Jobs meint das sei schon das richtige Wort, was er mir da in meinen Text zwingt. Gerade dieses Beispiel sagt viel über Apples Attitüde aus!

Leave a comment