openbc, oder “wem gehört die Community?”

Die Diskussion ist so alt, wie das Netz selbst. Ich kann mich an telnet-Chats erinnern, in denen altgediente und vollkommen neurotische Menschen sich stunden- und tagelang herumtrieben.
Irgendwann war es eben egal, auf wessen Plattform man sich befand. Allerhöchstens spielte in diesem besonderen Fall die Nähe zur Musik noch eine Rolle, aber im Selbstverständnis keine tragende.

Es kommt dann immer vor, dass diese Community-Höhlenbewohner irgendwann eine Art Eigentum an dem digitalen Raum wahrnehmen, den sie bevölkern und manchmal eben auch bereichern. Nur, es ist nicht so. Eine Illusion, aus der zu erwachen schmerzhaft sein kann.

Wer partout eine Community, ein Forum betreiben möchte, das ihm gehört, der hole sich hier freie Software, hier Webspace und lege los. Wer das auf der Plattform eines anderen macht, der hat sich eben auch irgendwann einmal mit den Regeln einverstanden erklärt. Wenn das beinhaltet, dass man für einen premium account bezahlen muss, dann gehört das eben dazu, verdammt!

Im aktuellen Fall bei openbc schreibt Daniela zu diesem bermerkenswerten Beitrag im CIO-Blog:

In diesem Fall haben wir das Netzwerkprinzip Geben und Nehmen lediglich aus Unternehmenssicht betrachtet und nicht aus der Sicht unserer Moderatoren, die mit sehr viel Engagement und zusätzlicher Arbeit den Nutzern von openBC mit dem Betreiben der Foren Mehrwert bieten.

… und streift damit die eigentliche Frage.


Wie kann ich die tragenden Mitglieder meiner Community am Erfolg beteiligen? Immerhin hängt der Erfolg meiner Plattform ja an ihnen, den Moderatoren, denen, die Stunden und Stunden darauf verbringen.

Es geht nicht, um die Frage, ob der Moderator gefälligst seine Rechnung bezahlt. Sondern darum, Engagement zu belohnen – und das nicht gezwungenermaßen sondern aus Prinzip. Andere sagen Geschäftsmodell dazu.

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