Netzeitung macht sich hübsch, ohne Readers Edition

Die Readers Edition ist eine Erfolgsgeschichte, zumindest wenn es nach den Deutschen Blogcharts geht. In diesen belegt die RE nach nur kurzer Zeit Platz 26. Fraglich, ob das einem Nachfolgeprojekt von der Netzeitung gelingen kann?

So macht Maier, Gründer der Netzeitung und geschasster Chef derselben den Sessel frei für eine der spektakulären Medienübernahmen des kommenden Jahres 2007. Sicher nicht freiwillig, wie auch der SpOn vorsichtig vermutet:

(Orkla, der norwegische Konzern, die 100% der netzeitung hält, Anm. der Red.) hatte sein eigenes Mediengeschäft allerdings bereits im Januar 2006 an Montgomery verkauft: Diese Kursänderung des Orkla- Konzerns befeuerte seitdem immer wieder Verkaufsgerüchte in Bezug auf Orkla Media Deutschland und die “Netzeitung”.

Nach Michael Maiers Ausstieg könnte es nun im Frühjahr 2007 wirklich dazu kommen. Wer da als Neueigentümer in Frage käme, will das Unternehmen noch nicht verraten. Gegen einen Verkauf auch der deutschen Mediengeschäfte an Montgomery hatte sich Michael Maier gewehrt.

Maier hat übrigens recht, wenn er die RE als spannendes Projekt verkauft. Auch wenn es immer wieder Kritik am Konzept und Zweifel am Geschäftsmodell gab und auch jetzt die Skepsis überwiegt, kann die RE eine Netzeitung 2.0 werden. Vielleicht ist erst heute die Reife im deutschen Internet errreicht, dass sich eine digitale Publikation, die sich nicht nach den Gesetzen des Printjournalismus richten muss, etablieren kann.

Eine Art Nachwuchspool für Jungjournalisten und Autoren. Gute Idee, steiniger Weg – denn die Konkurrenz ist schier gewaltig, gewaltig groß.
Und den neuen Besitzern der Netzeitung ist ein wichtiger moderner Baustein, vielleicht der neue Kern abhanden gekommen.

Idee, darüber mal nachzudenken, via telagon sichelputzer

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