Johannes Boie: Wo er recht hat, …

Wer sich dem Online-Chaos mit eigener, vielleicht gar kontroverser Meinung, ohne eigene Plattform und Unterstützertruppe (wie bekannte Blogger sie haben), dafür aber mit vollem Namen stellt, muss froh sein, nicht sofort gegoogelt und virtuell an die Wand gestellt zu werden. Wenn sich ein paar der bekannteren Blogger auf eine Person eingeschossen haben, hat der Betreffende nichts mehr zu lachen. In die Debatte ohne eigene Plattform einzugreifen, bedeutet, Öl in das Feuer zu gießen, das einen grillt. Greift man in die Debatte nicht ein, muss man sich – zumal als Journalist – sagen lassen, man habe „das Internet und die Blogs nicht verstanden“.

Das muss man konstatieren: So isses.
Die manchmal an Vorsatz erinnernde, hysterische Trollfütterung und der aggressive Abgrenzungswahn gegenüber dem rechten, linken, reichen oder armen, unwissenden, unpopulären Nachbarn sind vielleicht zwei, wenn auch nur teilweise Ausschlag gebende, Gründe, weswegen deutsche Klubs sich immer noch so schwer tun in der Champions League. Von deutschen Blogs mal ganz zu schweigen.

Zum weiterlesen: weitere Gedanken zum Thema Blogs in 2008 bei Nico Lumma und Herrn Mayer an der Blogbar.

VIA Lieblnk

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