Ist ein gesellschaftlich relevantes Magazin, auch eines, das sich bisher nur dafür halten durfte, eigentlich rassistisch, wenn es eine Themenausgabe “Neger” nennt? Ist es verwerflich und bigott, wenn man annehmen darf, dass diese Provokation auch der Auflage gut tut? Kann man überhaupt über Schwarz sein diskutieren, ohne sich in rassistischen Kontexten zu bewegen? Wenn das stimmt, wieso dann nicht provokativ?
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Nur Neger dürfen ‘Neger’ sagen. Basta …
Kommentar von Chat Atkins — 14.06.2008, 8:35 #
Oder ist der Chefredakteur nur ein heller Schwarzer, ein kritischer Weißer?
Lese-Empfehlung zum Thema: deutschland schwarz weiss von noah sow.
Update://
Huch, gerade sechs Minuten nach meinem Beitrag zur Debatte, erreicht meinen Feedreader die Entscheidung des Chefredakteurs. Ich kann unter den 10 Gründen, wieso ein Magazintitel nicht “Neger” heißen darf, allerdings keinen finden, der mich dazu bringt, Oliver Gehrs als kritischen Weißen einzuschätzen. Er begreift einfach nicht, dass sich das nicht gehört, selbst wenn “die beabsichtigte Dialektik, dass das Wort auf dem Cover eben nicht nur eine Personengruppe beschreibt, sondern den Diskurs um begriffliche Zuschreibung und Diskriminierung gleich mit” einen fruchtbaren Diskurs verspricht. Das Thema Rassismus wäre ja mal was Feines als Ersatzthema. Oder “Weißsein” als gesellschaftlicher Diskurs – habe ich bis hierher noch nirgens gefunden.
Dann würde man darüber diskutieren können, warum die Kunstfigur Roberto Blanco kein Schwarzer sein kann. Da kann man schon Kopfschmerzen bekommen, vor lauter nachdenken.
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