IKEA macht Altona blau-gelb

Ikea-Altona

Ich möchte nicht, dass IKEA seine Corporate Identity über Altona stülpt.
Ich möchte, dass sich das schwedische Möbelhaus den kulturellen Anforderungen der Altonaer anpasst.

IKEA möchte das nicht.
Dann möchte ich IKEA nicht.

Frappant erhalten – “Recht auf Stadt” gilt auch hier.

Bürgerbegehren für’s Frappant | Altona Große Bergstraße 172, 22767 Hamburg
Nun ist es klar: Das Frappant-Gebäude in der neuen großen Bergstraße ist an Ikea verkauft worden.

Ikea plant mitten in Altona-Altstadt ein neues Kaufhaus in den Dimensionen der bereits bestehenden Häuser in Schnelsen und Moorfleet. Auf 7-8 Etagen werden bei einer Gesamtfläche von 50.000 m² und einer Verkaufsfläche von 25.000 m² nach vorsichtigen Schätzungen von Ikea 10.000 BesucherInnen pro Tag erwartet.

Was bedeutet es wenn Ikea kommt? = http://www.kein-ikea-in-altona.de/

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18 comments

  1. Würde mich freuen, wenn du an der Diskussion auf altona.INFO teilnimmst! Gruß, Chris

  2. Das Frappant-Gebäude ist aber auch hässlich.

  3. Es ist schon interessant wie sich Leute dafür einsetzten den größten Schandfleck im Stadtteil zu behalten, aber wofür? Warum haben die Leute die sich so für diesen Schandfleck heute einsetzten ihn nicht gekauft? Stand doch lange genug leer. Zu Teuer? – Ich möchte auch gerne alles umsonst haben!
    Nur IKEA vorschreiben zu wollen was sie nicht dürfen, ist schon gewagt. Was würdet Ihr den sagen, wen Eure Nachbarn euch vorschreiben welches Auto Ihr kaufen dürft und wie Ihr Euch kleiden sollt.

  4. @Thomas – das ist aber keine sehr differenzierte Sicht. Hast Du Dir mal die Entwürfe von IKEA angesehen? Das soll ein Klotz werden, der GRÖßER als das Frappant wird und in knalle-Blau-Gelb!

    Über das Frappant-Gebäude kann man ja gerne streiten, aber einen neuen Block gegen den alten tauschen? Verkehrsprobleme inklusive? Nein!

  5. Es gibt ja auch mehrere Alternativen zu IKEA. Das Gebäude MUSS nicht erhalten werden. Es geht den, die verhindern möchten nicht primär um das Frappant-Gebäude. Es geht darum den Stadtteil nicht zu einem Gewerbegebiet zumachen dass auf der einen Seite zu laut, Abgassgeschwngert und auf der anderen zu teuer wird. Beides hat zur Folge dass die die hier leben wegziehen müssen. Was gefordert wird, ist ein lebenswerter Stadtteil mit Freiflächen, Kultur, kleinen Geschäften die den Alltag bedienen. Einen funktionierenden Stadtteil für Menschen. Keine Abverkaufsfläche für imperial agierende Unmternehmen denen es vüllig egal wo und wie sie ihr Geld machen.
    Man ist auch nicht prinzipiell gegen IKEA. Aber auf auf jeden Fall gegen IKEA in einem Wohngebiet.

  6. wenn man das glück hat, sich einen investor aussuchen zu können, dann ist es sicherlich lobenswert, wie sich einige für “die kulturellen anforderungen” einsetzen.

    die große bergstraße hat aber eben keine wahl. wir müssen einen investor wie ikea hier ansiedeln.

    und ikea ist hier sicherlich das beste, was altona passieren kann.

    ikea ist die allerletzte chance für den stadtteil bzw. für die gr. bergstraße.

    die kultur hat doch nach altona keinen cent umsatz gebracht. die ateliers haben doch nicht dafür gesorgt, dass die “einkaufsmeile” belebt wird. die künstler haben doch keine alternative aufgezeigt.

    es ist so leicht gegen etwas zu sein und dann als argument den steigenden strassenverkehr zu nennen.

    hat schon mal jemand an diejenigen gedacht, die nicht für “lau” in der bergstraße ihre existens bedoht sehen. händler, die angestellte entlassen mussten, weil die kaufkraft nicht mehr vorhanden ist?

    ich frage mich , von welcher kultur hier die rede sein soll?

    als karstadt und auch aldi noch vorhanden waren und auch die deutsche post noch das paketzentrum in der altonaer poststraße hatten, war nicht weniger verkehr als es evtl. mit ikea geben wird.

    diejenigen, die laut gegen ikea sprechen, kaufen eh nicht in der bergstraße ein. diese lassen ihr geld doch in ottensen.

    wenn ikea kommt, dann werden sich auch andere firmen wieder niederlassen und der bergstraße zu dem verhelfen, was sie einmal war: ein einkaufsmeile mit einem gesunden branchenmix.

  7. Einen lebenswerten Stadtteil zu fordern ist Toll, nur wie sieht die Wirklichkeit aus:
    Freiflächen werden von Alkohol konsumierende Bewohnerinnen besetzt.
    Kultur: Kneipensterben ohne Ende.
    Geschäfte: Kleine Geschäfte die ums überleben kämpfen weil die dort lebende Bevölkerung dort nicht kauft, sondern beim Billig-AldiNettoLidlPenniPlus.
    Aber das ist nicht ein alleiniges Problem in Altona, fast jeder Hamburger Stadtteil hat dahin siechende Nah-Versorgung-Straßen. Aus dieser abwärts Spirale gibt es leider keinen goldenen Weg. Ob IKEA, nach den jahrelangen Vorstellungen von Luftschlösser an der Stelle des Frappant, nun die Wende im Niedergang der Großen Bergstraße schafft muss man sehen, die noch verbliebenen Geschäftsleute sehen es auf jeden Fall als Chance den weiteren Verfall der Straße zu stoppen. Aber was wäre die Alternative zu IKEA? ein Mercado2? dann ist eine Juppisierung noch wahrscheinlicher. Man kann aber auch noch einige Jahrzehnte warten und die ganze Große Bergstraße mit Seitenstraßen, nach den totalen Niedergang Platt machen und einen großen Gedächtnispark verfehlter Stadtteilentscheidungen daraus machen.

  8. @Gregor ich kann das sehr gut verstehen, und Dein “Argument”, dass viele, die jetzt protestieren, ihr Geld in Ottensen lassen, ist auch nicht unwahr.

    Dennoch, seine Hoffnungen für die Neue Große Bergstraße ausgerechnet auf einen Investor zu setzen, der überhaupt keine Zugeständnisse machen will, seine Corporate Identity vor allen anderen Argumenten setzt, ist ein bischen widersinnig.

    Und @Thomas gegen das Kneipensterben helfen schnell hin- und wieder weghuschende IKEA-Kunden auch nicht.

  9. @Gregor –
    Post, Aldi und Karstadt haben 4.000 bis 18.000 PKW-Fahrten pro Tag generiert und ca. 20 Satelschlepper (IKEA) plus ca 8 LKW für Karstadt/Post und Supermarkt zusammen? Das ist, sorry, unwahr. Zudem haben die vorher ansässigen Märkte unterirdische verladen. Durch die Ansiedlung von IKEA müssen die Supermärkte oberirdisch verladen.
    Es handelt sich nicht um ein bischen Verkehr. Es handelt sich um einen Autobahnzubringer mit stündlich 400 bis 1.800 ZUSÄTZLICHEN PKW. NIcht umsonst sollen die Zuleitungsstraßen 4-spurig ausgebaut werden.
    Nicht zufällig siedelt IKEA sonst außerhalb an Autobahnen mit jeweil 4!! eigenen Zubringern.

  10. @marlene
    du kannst mich hier nicht auf zahlen “festmachen”, die ich nicht genannt habe.

    ich möchte nochmals betonen, daß die gegner von ikea biite auch an den (noch) ansässigen einzelhandel denken sollten.

    das steht für mich im vordergrund.

  11. Ich bin gespannt auf morgen. 1930 in der Thedestr. 100.

  12. @eric

    ich bin auch gespannt.

  13. Als jemand, der in unmittelbarer Nähe von IKEA Wallau wohnt, kann ich zum teilweise ERHEBLICHEN Verkehrsaufkommen, das sogar auf der Zubringerautobahn A66 in Hoch-, Ferien- oder Wochenendzeiten teilweise für Verkehrskollaps ersten Ranges inklusive Rückstau auf der Autobahn aus beiden Richtungen sowie den bundesstraßen der anliegenden Orte führt, nur sagen: oha.
    Und wenn ich mir das in Altona vorstelle…

  14. @jekylla – in Hamburg gibt es bereits 2 IKEAs mit Autobahn-Anbindung – deswegen könnte man hoffen, dass der Verkehrsinfarkt in Altona ausbleibt. Antworten von IKEA oder dem Bezirk hierzu fehlen aber. Funkstille. ;(

  15. Wenn man dazu das “Verkehrseinzugsgebiet” der anderen beiden Märkte kennen würde, wüsste man, welche die Anfahrt verlagern. Entlastet wahrscheinlich die Altmärkte. Prima.
    Was ist eigentlich mit Parkhaus/Parkplatz? Der unsere wird gern als Mopedrennstrecke benutzt, als Riesenflohmarktgelände an Sonntagen, als McDoof-Müllhalde….

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