“Ich kenne das Gefühl von einem großen Unternehmen ohne Ansprache, ohne Antwort aussen vor gelassen zu werden. Es ist ein ohnmächtiges, ein wütendes.”, Peter
Dies passiert gerade bei vielen Bloggern, ihr Pagerank, ein historischer Wert, dem Google selbst angeblich kaum noch Bedeutung zumißt, seine Inhaltelieferanten aber nach wie vor als Währung ansehen, wurde massiv herabgesenkt. Da Google selbst wenig bis gar nicht mit seinen Jüngern kommuniziert, da stellt es sich in eine Reihe mit weiteren Mächtigen, wie Kim Jong Il und Bhagwan, bleibt das Kaffesatzlesen. Und das ergibt in der Summe die Erkenntnis, dass Google wohl abstrafen wolle. Auch hier wird das Gott/Jünger-Bild bemüht und zeigt die Abhängigkeit, die wir Blogger von der Aufmerksamkeit, den Zuwendungen in Form eines “Ranking” seitens Gott Google entwickelt haben.
Da kommt keiner auf die Idee, dass das tatsächlich technische Gründe haben könnte, oder knallharte wirtschaftliche, Blogs vielleicht nicht mehr als so wichtig erachtet werden, wie in der Vergangenheit. Wer würde das Google verübeln, dass es als Maschine oder Firma ähnliche Schlüsse zieht, wie bspw. Verleger. Oder ist die Frage hier eine andere?
Gibt es am Ende ein Recht auf das Erscheinen im Google Index? Was, wenn man darüber nachdachte.
These: In einer globalisierten Informationsgesellschaft ist das Auffinden von Stimmen und Meinungen ein technischer Fortsatz von Grundrechten.
Dies einem privaten amerikanischem Unternehmen zu überlassen ist augenfällig fahrlässig.
Interessanterweise bietet die vernetzte Struktur von Blogs da eine Alternative. Robert und Tom bspw. werden nicht ihre Stimme verlieren, weil Google sie abstraft, oder sie deswegen Google nicht mehr füttern. Dafür sorgt die kleine Dorfgemeinschaft, die sich mit ihren Meinungen auseinander setzt, sie bewertet und weiterträgt. Ein solches System von vernetzten Stimmen braucht kein Google mehr. Höchstens für ihr Ego und die Wunden heilen.
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