Nein, es siegt keiner am Millerntor in dieser Rückrunde bisher. Das ist die gute Nachricht.
Außer der puren Nachricht war da noch das schöne Gefühl, einen magischen Fußballnachmittag erlebt zu haben.
Die Nordkurve wieder einmal stehend erleben zu können, tat gut, dann nach Takyi’s Verschießer doch ein wenig weh, hatte aber ansonsten soviel entgegen zu setzen zur lauten Südkurve, dass da richtig Harmonie entstand zwischen Paulis Polkappen. Beim Kurven übergreifenden Sankt Paulée hörte man dann im Süden das eigene Echo. Toll.
Auch, dass die Sitzer auf der Nordtribüne schnell herausfanden, dass sich trampeln ebenda wie eine Herde Elefanten anhört, hat sich ein wenig auf den Rasen übertragen. Ein Anrennen und Anlaufen gegen agessiv-schlaue Fürther war das heute. Wuchtig hinten und im Mittelfeld, Petersen, Boll und Trojan Spitze und gewaltig in Form, schafften den Aufstiegsaspiranten an den Rand einer Niederlage. Schön, auch wenn vorne immer wieder Norddeutsche Lieder in den Hirnen weiter wabern, statt Instinkt.
Noch schöner, dann, dass ausgerechnet Borger den Punkt am Millerntor dann durch zwei beherzte Paraden festhielt. Rund.
Kein Sieg, aber etwas in die richtige Richtung, eben wie das Wahlergebnis später.
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Gespräch auf dem Nachhauseweg auf der Budapester Straße, gegenüber dem Jolly Roger. Sie zu ihm: “Ich find das voll eklig von Dir, das Du mit einer Alten vögelst die unter HSV-Bettwäsche liegt.”
Das sind Dramen ;)