flickr merkelt

Liest man diese Zeilen der Rede, die Angela Merkel auf dem medienforum nrw gehalten hat, dann hat flickr/Yahoo! alles richtig gemacht.

Deshalb auch ein Wort zum Jugendschutz. Wir sind der Meinung, dass der Jugendschutz in erster Linie über Selbstkontrolleinrichtungen der Unternehmen erfolgen sollte. Diese bewerten die Produkte der Mitglieder. Sie entscheiden, ob ein Angebot jugendschutzgemäß ist. Staatliche Stellen greifen bei uns nur ein, wenn sich eine Entscheidung der Selbstkontrolleinrichtungen als offensichtlich falsch erwiesen hat. Ich darf sagen: Dieses System funktioniert recht gut, obwohl es zu Beginn mit großer Skepsis begleitet wurde. Es wird auch in die neue Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste aufgenommen, weil es in der Praxis gezeigt hat, dass es sich bewährt.

Aber ich glaube, wir sind uns alle einig, dass wir die Augen offen halten müssen, denn die technologische Entwicklung ist rasant. Kinder und Jugendliche müssen in einer geeigneten Weise in Schutz genommen werden und gleichzeitig natürlich Zugang zu Medien haben. Ich glaube, dass es deshalb nicht reicht, einfach zu sagen, dass die Eltern einen Erziehungsauftrag haben – diesen haben sie –, sondern neben der Weckung von Medienkompetenz bei Eltern und Kindern müssen wir auch sehen, dass dies eine Aufgabe des Staates auch im Sinne der Kultur- und Bildungshoheit ist. Ich glaube, dass Bund und Länder sich dabei gegenseitig unterstützen können.

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