FHM gibt sich in fremde blaue Hände (Facebook) – und weshalb das ein Fehler ist!

“Wir sind da, wo unsere Leser sind, auf Facebook:
Die Interaktion mit unseren Lesern ist für uns das Wichtigste.”
Für das Geschäftsmodell einer Website sehe der Verlag “langfristig keine Perspektive” -Egmont Verlag via kress-

Facebook ist das soziale Netz der Welt

Facebook ist mehr als eine Website, mehr als ein social network, schon klar. Spätestens seitdem diese Woche die “500 Millionen-Mitglieder-Marke” gefallen ist, dürfte jedem Online-Entscheider weltweit dämmern: Facebook ist das soziale Netz der Welt. Ein Äquivalent zu dem was Google bei der Suche und Apple via Iphone, IPad und IPod bei Musik und mobilen Apps sind, eine technische Umwelt, und nur stellenweise offen.

Eine nachvollziehbare Entscheidung, dorthin zu gehen, “wo die User sind”, vor allem für Dienste und Angebote, die vom Zuspruch und vom Dialog mit dem Nutzer leben. Aber muss das ganz und gar sein, ein sich-anvertrauen an einen Dienst, der sich anschickt in Sachen Lebensmanagement der Menschen zu einem Monopolisten zu werden, wenigstens zu dem stärksten Oligarchen im Netz der Netze? Ich halte das für einen Fehler.

Wenn Inhalte über Nacht verschwinden

Ich bin ein gebranntes Kind der New Economy. Über Nacht waren nicht nur eigene Aktien nichts wert, auch alle Inhalte, die man hier und dort bereits verwaltete verschwanden abrupt. Diese Erfahrung war auch ein Grund für meine Begeisterung für Blogs – und selbst gehostete Blogsoftware.

Nein, das soziale Web, deren Knoten sich untereinander via RSS, XML, Jason und Apis verständigen – eine Entwicklung, die immer wichtiger wird, je mächtiger Facebook und Apple werden – nein, dieses soziale Netz braucht keine blaue Telekom, die den Zugang managed, vielmehr ist es darauf ausgelegt, dass Inhalte, soziale Beziehungen und Diskussionen eine Heimat haben dürfen, von der aus sie an anderen Orten kommentiert, ergänzt und manchmal veredelt oder korrigiert werden. (Ich habe das in dem Artikel “Managing the Hype” näher beschrieben)

Die Aufgabe dieser digitalen Heimat ist ein Fehler. Wer weiß wie lange es Facebook noch gibt, oder Google? Ich kann mir das durchaus vorstellen, dass in fünf Jahren die FHM bereits zweimal umgezogen ist. Dem Hype hinterher.

Netscapes Marktanteil lag 1996 bei 80%

This entry was posted in Digitales and tagged , , , , . Bookmark the permalink. Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

2 Comments

  1. Posted July 22, 2010 at 17:17 | Permalink

    Am Rande:
    Merke gerade beim genauer hinsehen, dass FHM ja immer noch auf eigene Websites verlinkt, bspw. die Wahl zum Schiessmichtotdesjahres.

    Das macht mir diesen Schritt noch unverständlicher.

  2. Posted July 22, 2010 at 20:26 | Permalink

    Update 2:

    Solange Facebook dann noch den Google Index mit eigenen Übersichtsseiten auf deutsch flutet …
    http://de-de.facebook.com/pages/FHM/105439959489381

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *

*
*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Login with Facebook:
  • empfohlen2

  • Advertising