Bjoern Beton von Fettes Brot hat keine, ich auch nicht. Gemeinsam leiden wir, jeder auf seine Weise und versuchen unseren Bekanntenkreis mit St. Pauli Dauerkarte bei Laune zu halten.
Regelmäßig scanne ich ebay, ob nicht einer der glücklichen seine verkaufen möchte. Gestern fand ich dann eine Auktion, und die Erkenntnis, dass bereits 18 andere auf diese Idee gekommen waren. Stolze 505 Euro soll die kosten, 18 Stunden vor Auktionsende.
Dabei ist das, was da vonstatten geht höchst illegal, worauf der FC St. Pauli auch immer wieder hinweist:
Es gelten die AGB des FC St. Pauli zum Erwerb von Eintrittskarten. Wir weisen darauf hin, dass der Weiterverkauf von allen Eintrittskarten grundsätzlich verboten ist und auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann (Stichwort: Handel bei ebay oder ähnlichen Auktionshäusern).
Vor allem ist dann erstmal die Karte weg, weiss auch 11FREUNDE:
»Seit Jahren wird diskutiert, was man gegen den Mist machen kann«
Das Problem auf St. Pauli ist ebenso alt wie allgegenwärtig: Kein anderer Regionalligist hatte in der Vergangenheit mit derart inflationären Preisen zu kämpfen. Für dieses letzte Heimspiel wechselten bei Ebay zwei Sitzplatztickets für stolze 500 Euro den Besitzer. Gegen den Internetschwarzmarkt geht der Verein mit Strafen wie Entzug des Vorkaufsrechts für Dauerkartenbesitzer vor – das Territorium rund ums Stadion jedoch hat die G.A.S. St. Pauli in ihrer Hand. »Seit Jahren wird diskutiert, was man gegen den Mist machen kann – und dabei ist es so einfach«, kommentiert ein Mitglied des St. Pauli-Fan-Forums nahezu ehrfürchtig die Aktion.
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