Falschparken in Hamburg: Vorsicht vor dem offiziellen Klebeband

Klebeband, offiziell, Falschparken, Hamburg
Die Büschstraße in HH kennt kaum jemand beim Namen. Sie verbindet den Gänsemarkt mit den Collonaden. Ein Weg, den ich immer mal wieder gehe, wenns zum Mittachessen geht.

Man geht da an einem Bauzaun lang, der wohl noch solange dasteht, wie das ehemalige UfA-Haus zu yet another Bürokomplex umgebaut wird. An dessen Ende stehen auf der rechten Seite parkende Autos und auf der linken Halteverbotsschilder. Auf der Seite, auf der die Autos parken, gilt auch das absolute Halteverbot. Das ist aber gar nicht so leicht zu erkennen. Weswegen es auch kein Wunder ist, dass an allen Autos ein Knöllchen prangt.

Heute habe ich einen Udl gesehen, der welche verteilte. Und so lernte ich etwas neues: es gibt offizielles Klebeband, das aus Parkverboten absolute Halteverbote machen kann.


Aufmerksam wurde ich, als ich versuchte mich selbst zurechtzufinden. Bei den vielen Schildern und Schilderskeletten, die da in der kleinen Straße stehen nicht ganz einfach. Ein überhängtes, also offensichtlich ungültiges Schild, zwei Schilderpfeiler, die aber keine Schilder mehr tragen und ein Halteverbotsschild, das undeutlich seit 2006 gilt, nach nochmaligem Lesen, aber erst am Juli 2008 gilt stehen auf ca 100 Metern nebeneinander. Dazwischen das obige Parkverbotsschild, das einen schwarz-rot-schwarzen Klebestreifen verpasst bekommen hat. Nun kann man denken, dieses Schild ist ebenfalls nicht gültig, immerhin ist mit der Baustelle ja eine temporär andere Verkehrssituation eingetreten.

Denkste, klärt mich der Polizist auf Nachfrage auf: “das ist offizielles Klebeband der Stadt, das bekommt nicht jeder. Und das macht eben aus dem Parkverbot ein absolutes Halteverbot.

Ist das so? Meine Frage an die Verkehrsbehörde harrt noch der Antwort.
Ein Schelm, der bei so viel verwirrenden anderen Schildern Absicht vermutet, oder zumindest gebilligte Verwirrung. Die Autofahrer, die da jeden Tag jeden Parkplatz zustellen jedenfalls, da könnte ich wetten, kennen das offizielle “Hamburger Verkehrsklebeband” nicht.

update: Die Pressestelle der Behörde für Inneres hat mich an die Pressestelle der Polizei Hamburg verwiesen. Ongoing …

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