Gestern war ein Dauer-Regentag in München. Genau die richtige Entscheidung war es dann, den lieben langen Abend fern zu sehen. Am Ende dieses ereignislosen Fernsehabends stieß ich wiederholt auf eine Sendung bei 9 Live, und blieb hängen.
So funktioniert das wohl, dachte ich. Man zappt hundertmal vorbei, bleibt dann irgendwann hängen, wenn die schon leicht verblühte blonde Moderateuse ihren Ausschnitt nach vorne wuchtet, und ist dran. Und bleibt dran.
Die Rhetorik, mit der man bei der Stange gehalten wird, ist wirklich erstaunlich wirksam. Da wird aufgerufen, nur anzurufen, wenn man ein Profi sei. Denn als Newbie hätte man eh keine Chance aus „KARTOFFELSALAT!“ ein weiteres Wort zu bilden, das wenigstens fünf Buchstaben hat.
So viel Cleverness traut man der moderierenden Ex-Friseuse gar nicht zu. Eigenwilliger Trick, der aber wirkt. Auch bei mir.
Dass unter den bereits gelösten Begriffen, solche wie SAFT sich befinden, lasse ich jetzt hier mal außer acht. Die ewige Verlängerung der Sendung und das undurchsichtige Verfahren, nach dem der Anrufer vom so gen. „Hot Button“ ausgewählt wird ebenso. Was macht man eigentlich mit SMS-Sendern? Zurückrufen?
Ich möchte davon berichten, wie herrlich unterhalten ich mich fühlte. Selbst die Tatsache, dass meinen SMSes prompt immer Absagen folgten, wie bspw. „Der Hot Button hat leider noch nicht zugeschlagen“, konnte der Spannung, mit der ich dem Unsinn der Moderation vergnügt folgte, nicht trüben. Spannend fand ich es obendrein, dass keiner durchzukommen schien. Dabei hatte ich noch ein Wort gefunden, von dem ich brennend gerne gewusst hätte, ob ich gewonnen hätte, wäre ich durchgekommen. Das blieb mir aber versagt. Es rief keiner mehr an.
Es folgten zwei halbnackte Mädchen, die es mit keiner Faser ihres Körpers mit den zwanzigjährigen Babes beim DSF aufnehmen konnten. So zappte ich, nachdem ich nirgendwo mehr hängen blieb, hinfort und schaltete aus. Ich meine, im Traum noch öfter an das Wort LAKTAT gedacht zu haben. Ich bin mir aber nicht sicher.
Tags: 9live, Fernsehen, hot button, Hotel, München, nackte, Neun Live, Regen, sms, TV

Und wieviel hat Dich der Spaß gekostet?
Zwei Euro. Für insgesamt vier erfolglose SMSes.
Ich sehe das als “pay per view” oder meinetwegen donation an. War wirklich sehr kurzweilig.
Ich finde das ist trotzdem Abzocke!
Da ich vorher schon Deiner Meinung war, trifft das in meinem Fall wohl nicht zu. Ich habe trotz meiner Ahnungen, so will ich das mal nennen, vier SMSsen dahin geschickt. Und mich damit quasi dem EIGENBESCHIß hingegeben.
…warts nur ab!
Sobald es die Grundverschlüsselung auch für derartige TV-Erlebnisse gibt, wirst du teuer bezahlen müssen!
;-)
… zum Glück gibts dann ja IPTV und verblühende Friseusen gibts auch anderswo. ;)
Stoffel :)
Stoffel? Wer ist das denn?