Diese Spiegelmeldung bestätigt mein Gefühl aus vielen Gesprächen, die ich letztes Jahr zum Thema FON und ihrer feinen Idee einer vernetzten Gemeinschaft von W-LAN-Inhabern, die sich gegenseitig ihre per WEP gesichterten Netzzugänge freigeben, Foneros genannt, führte.
Es war imho zweifelhaft, ob sich das FON-Prinzip im skeptischen Deutschland durchsetzen würde.
Nu wird es noch schwerer:
Mit dem unschönen Begriff der Störerhaftung bezeichnen Juristen die Haftung für Straftaten Dritter, die jemand durch pure Nachlässigkeit ermöglicht hat. Der Besitzer haftet nun auch für den Missbrauch seitens Dritter, zum Beispiel im Falle von Urheberrechtsverletzungen durch Tauschbörsen. … Für die juristische Bewertung sei es letztlich unerheblich, ob die Straftat direkt vom Computer des Anschlussbesitzers oder über sein offenes W-LAN begangen worden sei, so die Richter.
...


Ja aber Fon WLANs sind ja nicht wirklich offen, sondern man muss sich mit seinem Fon Account daran anmelden oder..?
Danke für den Hinweis. Den habe ich vergessen zu erwähnen.
Mein Punkt ist aber, dass in einem Land in dem Argwohn dem anderen gegenüber Kultur hat, dies nun zu kommunizieren “mach Dein W-LAN auf für Foneros” sehr viel schwerer wird, als sowieso schon.
Wo sitzt eigentlich FON? Ist auch in Deutschkand die FON Ltd. in England “zuständig”?
Einerseits übernimmt FON hier Verantwortung in seinen AGBs: FON stellt den Zugang zu den FON Hotspots her und überwacht ihn. FON authentisiert und validiert alle Foneros und alle Aliens die Verbindung zu den Hotspots aufnehmen.
Inwieweit das von der Haftung als Störer befreit ist zumindest unsicher.
Das Thema ist nicht neu, wie dieser Golem-Artikel belegt:
http://www.golem.de/0707/53282.html
Darin: “Sicherheit ist ein immens wichtiges Thema für FON – natürlich wollen wir einen Service anbieten, der möglichst sicher ist, gleichzeitig soll er aber auch für die Foneros leicht zu nutzen sein. Wir haben die Kommentare der deutschen Foneros vernommen und arbeiten derzeit daran, die Identitätsprüfung der Nutzer auszuweiten. So werden wir in den nächsten Wochen zwei verschiedene Erweiterungen in Deutschland anbieten. Zum einen einen “Premium SMS – Service”, der auch in Spanien bereits sehr gut funktioniert, und zum anderen eine zusätzliche Authentifizierung der Nutzer über SMS.”
FON-Nutzer, die durch die Meldungen zu potenziellen Sicherheitsproblemen verunsichert sind, versucht FON zu beschwichtigen: “Derzeit ist die Rechtslage in Deutschland und Europa in diesem Bereich alles andere als klar. So gibt es, außer einem viel diskutierten Urteil in Hamburg, in Deutschland kein Gesetz, welches vorschreibt, ob und wie ein WiFi geschützt werden soll.”
http://www.law-blog.de/323/wlan-ungesichert-stoererhaftung/#comment-16889
Ich hab meinen aus anderen Gründen zurück geschickt. Noch ein Ding mehr, hat sich eh niemand eingeloggt. Keine Kopplung mit dem Heimnetz. An rechtliches hab ich noch nichtmal gedacht…
Kann man sich vorstellen, dass sowas in die Hose geht?
http://blog.fon.com/de/archive/business/fonbusiness-vorletzte-finanzierungsrunde-geschlossen.html
Ich hoffe ja schon irgendwie, dass FON auch in D eine Chance hat.
Heute schreibt FON das hier:
http://blog.fon.com/de/archive/general/gericht-verpflichtet-jeden-zur-wlanverschlasselung.html
Ich will ja eigentlich keine Werbung machen, tue es aber trotzdem. Hoffe, dass FON auch in Hamburg etwas mehr Verbreitung findet.
reisserische Überschrift, IMHO jedoch kein Inhalt. FON das bedeutet eben NICHT freier Netzzugang. FON erfüllt die Anforderungen die derzeit in Deutschland gestellt werden. Weiter nichts als Irreführende überschriften. Wer zuletzt lacht, lacht eben am Besten….