Datenfalle facebook: “Macbook Air zu gewinnen”

adressdatenkrake versuchBis vor kurzem waren es iPods, die Adressen und Anmeldungen via Gewinnspiel in die Datenbanken von social networks oder schlimmerem, wie Adresshändlern spülen sollten Nun ist es das neue Macbook Air.
Bei euch der heiße Scheiß und neuer Adressen-Köder.

Gerade taucht bei facebook so eine Werbung auf *meinem* Profil auf. Für zögernde ist die Anzeige noch mit einem nassen Mädchen garniert. Die Landingpage ist in slickem Apple-Design gehalten. Ansprechend.

Nahezu gecloaked, in blassem Grau dann der eindeutige Hinweis auf das imho dubiose Vorhaben:

Meine Angaben dürfen von adRom, Comfort Win Ltd. & Co. KG, Maxi Tipp Service für Lotto-Spielgemeinschaften GmbH und den Sponsoren und deren Partnerunternehmen verarbeitet und genutzt werden (auch von externen Datenverarbeitern wie zB Datenerfassern, Internetdienst-Anbietern, Lotteriegesellschaften).

Merkwürdig, dass bei facebook sich keine Diskussion darüber etabliert, dass solche Werbung auf Profilen geschaltet wird. Liegt wohl daran, dass facebook ein kostenloser Dienst ist. Eine Selbstbeschränkung bei solch ominöser Werbung wäre aber angebracht. Mindestens.

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5 comments

  1. Ehrlich gesagt stört mich dies Form der Werbung mittlerweile überhaupt nicht mehr. Wenn mein AdBlock Plus sie nicht rausfiltert schau ich automatisch darüber hinweg.
    Der Punkt ist doch das sich jeder bewusst sein sollte, das Gewinnspiele zu 99% der Datenbeschaffung dienen und Firmen nicht aus reiner Höflichkeit teure Gewinne herausschleudern.
    StudiVZ nimmt sich da auch nichts, ich wurde schon so oft der 1000000. Besucher und hätte irgendwas gewonnen.
    Bei Gewinnspielen auf in Einkaufszentren etc. verhält es sich ebenso. Die dienen auch nur einem Zweck: Wenn man z.B. an einem Autogewinnspiel teilnimmt bekommt irgendwann einen Anruf, das er in die ängere Wahl gekommen ist und zur Überbrückung der Zeit zur Gewinnerermittlung ein unschlagbar günstiges Zeitungsabo bekommt.
    Was mich allerdings wirklich mal interessieren würde: Bekommt eigentlich irgendwer überhaupt mal so einen Gewinn?

  2. Keine Frage, das sollte jeder wissen, dass das nicht gut gehen kann. Und ich habe noch von keinem gehört, der da mal gewonnen hätte :)

    Auch ist mir bewußt, dass sich diese Form der Werbung lohnt, sie nicht nur facebook befällt oder StudiVZ. Bei social networks ist das aber so eine Sache. Das sind keine redaktionellen Sites, bei denen sich der Verleger bigott spalten muss – wie jeder andere Publizist ja auch vor der Frage steht, was er an Werbung tolieriert und was nicht. Bei *meinem* Profil steht dann noch die Frage im Raum, ob ich den negativen Imagetransfer, den eine solche Werbung auf meine Person ausübt hinnehmen möchte.

    Imho ein Wettbewerbsvorteil für Communities und Networks, wenn sie eine klare Linie haben, was auf Profilen für Werbung laufen soll.

    Durchaus ein Kampf und ein andauerndes Ausdiskutieren.

  3. Diese Diskussion hat bei XING stattgefunden. Mit dem Erfolg, dass man Werbung auf seinem kostenfreien Profil abschalten kann. Diese Diskussion findet bei fb nicht statt, weil es dort niemand stört. Jeder kennt dieses Geschäft auf Gegenseitigkeit.

  4. Bei Xing hat sich das so manifestiert, weil die Menschen für Ihre Visitenkarte bezahlen. Das verbietet Werbung dort ohnehin, meiner Ansicht nach.

    Die Diskussion darüber hinaus ist aber eine wichtige, denn Werbung ist nicht gleich Werbung. Ich fühle mich als “Profilinhaber” mit verantwortlich, bildet mein Profil und dasjenige des Dienstes eine Symbiose, die das Bild, das Image des Dienstes ausmacht und mein eigenes. Dies kann für etwas stehen.
    Beispielsweise vernünftigen Datenschutz und echte Privatsphäre.

    Oder auch verantwortungsvolle Werbertreibende anziehen. Comfort Win bspw. und Konsorten bewegen sich ja wohl auf juristisch einwandfreien Grenzen, sie prägen aber auch das Umfeld des social network, in dem dann hochpreisige Werbespender weniger gerne schalten möchten.

    Nochmal. In Deutschland ist es imho ein Wettbewerbsvorteil, sich darüber ernsthaft Gedanken zu machen.
    Xing tut das, meiner Beobachtung nach. Facebook nicht.

  5. Lustigerweise bestätigt Lars HInrichs das eben im Körber Forum durch seine Ausführungen zum Datenschutz in den USA. #gutesTiming

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