Das ist mein FC St. Pauli!

Während es auf dem Weg zum Ostseestadion noch vereinzelte Rufe von St. Pauli Fans gegen die Böller gab, hatten wir im Stadion, vor allem nach dem 0:1, das Gefühl, dass kaum St. PaulianerInnen die mutwillige Inkaufnahme schwerster Verletzungen bei Heimfans, Polizei oder Ordnungskräften störte – zumindest gab es keine wahrnehmbare
Gegenreaktion. Dass Menschen sich in der Masse verstecken, um Gewalt gegen andere auszuüben ist das Eine.

Dass die Masse aber bereitwillig Schutz bietet bei einem Verhalten, dass nach unserem Verständnis von Respekt und Toleranz nicht zu dulden ist, deutet zumindest eine Entwicklung an, die nicht zu vereinbaren ist mit dem Bild von Fankultur, für die der FC St. Pauli seit Jahren bekannt ist.

… schreibt der Fanladen als Veranstalter der Sonderzüge und spricht mir aus dem Herzen. Wie mich überhaupt die engagierte und selbstkritische Diskussion um das Hansa-Spiel freut. Davon kann sich sicher der eine oder andere Verein gern eine gehörige Scheibe abschneiden.

Weiter, … “dass St. Pauli Fans immer noch zu den angenehmsten Gästen gehören, zeigte sich an dem
ruhigen und disziplinierten Verhalten während der langwierigen Einlasskontrollen vor dem Spiel und der fast einstündigen Blocksperre nach Spielende. Wir wollen keine “Fan-Polizei” oder den “Besser-Fan”. Aber ein Mindestmaß an Respekt und Toleranz gegenüber den Mitmenschen sollte auch bei der bestehenden Brisanz eines solchen Derbys selbstverständlich sein.

So bleibt uns letztlich nur, den verletzten Personen schnellstmögliche und vollständige Genesung zu wünschen, sowie unseren Dank an die in diesem Fall auf Deeskalation bedachte Polizei und die überwiegende Zahl St. Pauli Fans zu richten. Und die Hoffnung, dass alle St. Pauli Fans in Zukunft besser mit ähnlichen Situationen umgehen werden.”

Das Team vom Fanladen St. Pauli

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One comment

  1. Da gibt’s gar nicht viel zu zu sagen: Hat meine volle Zustimmung!

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