Mir persönlich ist das Internet-Manifest der Kollegen Blogger-Journalisten ein wenig zu sanft ausgefallen, zu verkopft und zu wenig an den wahren Interessen der digitalen Eingeborenen orientiert. Eigentlich hätte es auch besser Internet-Journalismus-Manifest heissen sollen, das war aber womöglich zu sperrig.
Deswegen mein Versuch eines alter-naiven Entwurfes:
1. Das Internet ist ein Telefon
… und zwar eines, das veröffentlichen kann. Aber in erster Linie kommuniziere ich, statt zu publizieren.
2. Das Internet hat rechtsfreie Räume,
so wie die reale Welt mit bspw. Lybien und der Schweiz auch.
3. Das Internet ist für Blondinen,
und Blondinen-Liebhaber.
4. Im Internet gibts kein Altpapier.
… was nicht bedeutet, dass man eine Menge Müll findet, der beseitigt gehört.
5. Das Internet ist für Weiße mit einigermaßen Kohle Digger.
6. Die Zeit großer Popstars, wie Madonna und Michael Jackson ist vorbei.
Und das hat auch damit zu tun, dass im Internet Verstopfen kein Geschäftsmodell ist.
Oder Tradition oder Qualität (letztere war übrigens noch nie eines).
7. Das Internet mag Dich nicht. …
Tags: Internet, Internetmanifest, Manifest

8. Das Internet zerstört Macht.
Zugangs-, Meinungs- und Deutungsmacht .., und erschafft neue.
Dieses Manifest unterzeichne ich gerne.
@max das hast Du bereits getan junger Padawan.
“print würgt”, was für ein schön blöder Titel :)
http://print-würgt.de/
auch schön:
“Allerdings hat jene Berliner Clique die Angewohnheit für die Allgemeinheit zu reden, sie erheben unaufgefordert die Stimme für alle am Netz Partizipierenden, sie nehmen Dinge in Anspruch die nicht auf ihrem Mist gewachsen sind, sie mißbrauchen ihre etwas lautstarkere Stimme für Kampagnen monetärer Ursächlichkeiten und torpedieren damit oftmals eine Dynamik in diesem Netz, indem sie diese dort Partizipierenden in die Ecke sich ereifernder Krämerseelen rücken.”
wobei mir “Kampagnen monetärer Ursächlichkeit” auch zu hoch ist, oder zu unsinnig.
http://www.fixmbr.de/hurra-wir-haben-ein-internet-manifest/
Als Arbeitsthesen zur Diskussion hätte ich’s ja auch genommen. Aber diese Form der Präsentation, die soviel Allwissenheitsanspruch erkennen lässt, missfällt mir. Früher wäre solche ein Sammlung mit Matrixgeruch kursiert, heute muss sie gepostet werden. Warum?
unterzeichnet!