reine medienkritik


17
Mar 10

Lena und alberne Profildaten

In Zeiten des digitalen Targeting auf meine Gefühle und Neigungen gilt das Verwässern und Unbrauchbar-machen zu den bisher wirkungsvollsten Gegenmaßnahmen.

“Ich bin zum achten Mal zwangsverheiratet.” – ist da ein Anfang.

stern.de: Was sagt Ihr Freund zu Ihrem Erfolg?
»Haha, guter Trick. Ich wurde sogar schon gefragt, ob ich einen Freund oder eine Freundin habe. Darauf sage ich dann immer: Ich bin zum achten Mal zwangsverheiratet.«

Quelle: stern.de – Interview Lena Meyer-Landrut “An Kampf zu denken, liegt mir nicht”


22
Feb 10

Ich bin eine Zeitung im Internet

Unser Freund der schönen Zahlenreihen bei meedia, Jens Schröder, hat sich die Mühe gemacht, alle über- und regionalen Zeitungen im Internet zu vergleichen. Mit anderen Zeitungen.

Vergliche man die Reichweite dieser kleinen Postille mit einer echten Zeitung, also verbreitete ich meine Meinung angereichert mit Polizeimeldungen, Restaurant-Tipps, lokaler Sport-Berichterstattung, Infrastruktur- und Wetter-Infos, neben reiner Medienkritik gedruckt, würde Jens “ring2 aus Hamburg-Altona” knapp hinter den Aachener Nachrichten gleichauf mit der Märkischen Oderzeitung und der Fuldaer Zeitung mit 39k Unique Usern auf Platz 91 führen (Quellen: Google Adplanner)

Das ist Strukturwandel mal anschaulich gemacht.


22
Feb 10

Ersetze Feullieton mit Blogospäre

“Das Feuilleton schreibt füreinander und gegeneinander, man zeigt sich, wer der Gescheiteste, Schnellste, Arroganteste ist – und der Leser ist eh wurscht, so scheint es mir zu sein.

Schon lange freue ich mich nicht mehr über gute und leide nicht mehr unter schlechten Kritiken, und vielen Kollegen geht es wie mir. Damit meine ich nicht nur meine eigenen Bücher, sondern auch Bücher, die ich liebe oder nicht liebe, und die von Kritikern gelobt oder hingerichtet werden. Es interessiert mich einfach nicht mehr. Ich wittere zu viele eitle Hahnenkämpfe hinter den Kulissen und weiß auch von solchen. Und ich sehe nur noch selten Respekt vor der Arbeit eines Autors.”

… lese ich bei Elke Heidenreich in der SZ – und erkenne das, was mich an der Blogosphäre in Dland auch schon immer störte.


15
Feb 10

@zeitonline – auch Umfragen sind Spam (ggf.)

In einem schrumpfenden Printmarkt ist der Abonnent sowas, wie eine Bundesschatzanleihe, genauso sicher nur viel renditestärker. In meiner Wahrnehmung haben die Verlage einen neuen Liebes-Pfeil im Köcher, um bisherige Test-Leser oder Nicht-Abonnenten auf Dauer an den Verlag zu binden: die Umfrage. Continue reading →


26
Jan 10

Out of Focus

»Die Auflage des Focus ist im freien Fall. Es liegen inzwischen mehr Hefte in Flugzeugen als am Kiosk verkauft werden (im letzten Quartal 133.000 zu knapp 100.000).«
via


24
Jan 10

Ein Tag Urlaub

Ich lese die BILD normalerweise nur im Urlaub. Da erfährt man dann im besten Fall von schlotternden Mitbürgern, die einem der vielen Sommertiefs zürnen. Und natürlich bleibt man in Sachen Bundesliga auf dem Laufenden.

In anderen Bereichen, wie Star-Wehwehchen kommt man erst ins Thema – und ist doch so herrlich weit weg.

Frei nach der Pawlowschen Tradition, habe ich mir Sonntags nun die BamS nach Hause bestellt. Das funktioniert famos. Bin allein durch die Lektüre von Schlagzeilen, wie “SUPER ROBBEN haut Van Gaal um”, wieder weit weg.

Ein Tag Urlaub zuhause, als pawlowscher Medienkonsument.