Meine Mama hätte einen solchen Eigenanspruch snobistisch genannt, der einer a priori Selbstbeweihräucherung in eitel vorauseilendem Gehorsam so ähnlich ist, wie der den ich via Herrn Mayer lese.
Typisch Berlin, würde ich sagen :)
Mercedes Bunz lese ich da auch und weiß inzwischen besser, was T. Albert meint, wenn er ihre Texte bei aller Mühe einfach nicht versteht. “Bunzen” hat er das da drüben genannt. Das Zusammenfassen uralter Thesen nenne ich das. Vielleicht tue ich ihr da ja unrecht, und im printgeprägten Journalismus muss man diese Mühlsteine immer wieder im Kreis schleifen, bis eine fantasievolle Furche entsteht ;(
Tendenziös bunzen tut auch der Autor des zweiten Textes – über Mindestlöhne, den ich lese. Justus Haucap kann mir darin auch nicht erklären, wieso Mindestlöhne nun Arbeitsplätze kosten. Er behauptet das nur. Auch macht er es sich imho zu einfach, wenn er Transferleistungen allein vom Staat verlangt, die Verantwortung für den Arbeitsmarkt den Beteiligten großzügig abnimmt. (Ich habe das dort kommentiert) Da muss ich mit dem bekennenden St. Pauli-Fan mal ein paar ernste Worte bei einem labberigen Astra am Millerntor reden.
Wenn er sich denn mal zurückmeldet. Seinen Beitrag vom 31.10. haben inzwischen fünf Leser und Blogger kommentiert (meist sehr viel geistreicher, als ich das kann) – Justus Haucap hat sich noch nicht wieder zurückgemeldet. Ist vielleicht zu unwägbar.
Nicht wahr?
2. Veröffentlichung heute heißt Kommunikation: Journalisten produzieren für Medien keine Beiträge, sie kommunizieren mit ihren Lesern – mitunter auch im direkten Dialog.
update: andere über Carta
Ein Cicero 2.0? Das Endlichmalpolitisch-Blog? Eine deutsche “Huffington Post” (Wikipedia) für das Wahljahr 2009? Bloß eitle Eigen-PR? Oder ein Projekt, das nie ausreichende Relevanz erreicht und schnell austrocknet wie manch auf Gastautoren aufbauende Webprojekte? Die Werbebanner werden jedenfalls schon einmal professionell vermarktet.
Koop-Tech zitiert Initiator Meyer-Lucht:
Für Meyer-Lucht hat die Initiative die falsche Gewichtung. Es ginge darum, den Qualitätsjournalismus zu bewahren und sich den “medienpädagogischen und strukturpolitischen Herausforderungen einer On-Demand-Gesellschaft” zu stellen. Könne die Initiative dies nicht leisten, bleibe sie eine reine Geldverschwendung.
Inoffiziell ließe sich auch sagen: Aus dem Portal könnte eine deutsche Huffington Post werden. Also ein Autoren-Portal für anspruchsvolle Texte, das Blog-Elemente und Qualitätsjournalismus auf das Gedeihlichste verbindet.
“In der Kategorie “Sonntagslektüre” werden nach Lust und Laune – auch wochentags – lesenswerte Blogs und ihre aktuellen Beiträge vorgestellt” bei off-the-record. Unter anderen auch Carta. Was mich dazu bringt, bei aller initialen Kritik, das Blog weiterzulesen. So einfach komme ich mir nicht davon. Und jemanden zu haben an dem man sich zum einen reiben und der mit seiner Hybris eine so schön offene Flanke hat, findet man auch nicht alle Tage …
...


New blog post: Carta und die "Unwägbarkeiten der Online-Publizistik" http://tinyurl.com/635a74
Online-Publizistik wird in Zukunft wahrscheinlich immer unübersichtlicher werde. Jeder Eedjit hat inzwischen eine dslflatrate und kann inm eigenen Blog Zeugs verbreiten… Mal sehen,. wo das hinführt.
eedjit
Pronounced ‘eeeeeeee-jit’
Slang for idiot.
– für
LeuteSpacken, wie mich, die nur ahnen, was das heissen soll. :)Auch schön der Hinweis auf die DSL-Flat – ob das eedjitische Werbung ist? Naja einerlei.
Na klar darf jeder Idiot seine Meinung ins Web schreiben. Das gilt sogar für Journalisten. Neuerdings.