Aprilscherzfreie Zone
Habe mich dazu entschieden, als mir der erste Aprilscherz des Tages über den Weg gelaufen ist.
Angeblich wechselt der Scobalizer zu Google – nice try.
Nachtrag: Kein Aprilscherz sondern wundervolle Wahrheit: FC St. Pauli 3, Chemnitz 2 – Der einzige Aprilscherz des Tages am Millerntor: Rauchverbot im Stadion.
Der andere wäre aber auch schön gewesen:
Und ich warte auf den Moment, wo der Schiedsrichter einen Elfmeter pfeifft, der Spieler welcher Mannschaft auch immer diesen versenkt, der Schiri dümmlich gackernd, wie Schiris das so tun, zusammenbricht und ausruft: “April, April!”
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Tags: Fussball, St. Pauli
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Vom Saturday, April 1st, 2006 um 11:59 zum Thema a-ratgeber.
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Du wirst lachen – der zweite Elfer heute war ein Aprilscherz, nur gar nicht lustig … und der Schiedsrichter hat’s gar nicht als solchen zugegeben.
Und: Hurra, ich lebe noch! Trotzdem da eklige, kleine Nazis am Zaun zu unserer Haupttribüne hingen und so taten, als wollten sie diese stürmen.
Für alle, die nicht wissen, wovon MoMo da redet:
Hässliche Szenen auch in Hamburg. Dort gibt es regelmäßig Auseinandersetzungen, wenn der FC St. Pauli Gegner aus dem Osten empfängt. So auch am Samstag im Spiel gegen das Regionalliga-Schlusslicht aus Chemnitz. Schon in der ersten Halbzeit kommt es zur Eskalation: Rund 200 Anhänger provozieren die als politisch links bekannten Fans des FC St. Pauli mit Liedern wie “Eine U-Bahn bauen wir, von St. Pauli bis nach Auschwitz” oder “Galatasaray, wir hassen die Türkei”.
Dass es bei dieser brisanten Begegnung zu Problemen kommen könnte, war laut St. Paulis Sicherheitsbeauftragten Sven Brux absehbar: “Es ist jedes Mal das Gleiche. Im Vorfeld werden unsere Bedenken von Seiten des Gastvereins mit den Worten ‘da passiert schon nichts’ abgetan”, sagt Brux. Seine Stimme überschlägt sich dabei fast vor Wut. “Nach dem Spiel heißt es dann: ‘Wir wissen auch nicht, wo die herkommen’”, so Brux weiter. Ein weiterer Grund für seinen Zorn: St. Pauli hatte die Polizei bereits während des Spiels nach einer heftigen Rauchbombenattacke des Chemnitzer Anhangs und diverser weiterer Provokationen dazu aufgefordert, den Block zu räumen, um ein Aufeinandertreffen der rivalisierenden Fangruppen nach dem Spiel zu vermeiden – vergebens.
Erst eine Stunde nach dem Schlusspfiff besteigen die Chemnitzer unter “Hier marschiert der nationale Widerstand”-Gesängen die von der Polizei angeforderten Sonderbusse. Aus ihren Mienen spricht eine klare Botschaft: Wir haben zwar das Spiel 2:3 verloren, aber uns gehört die Straße. Rund um das Millerntor gehen die Beamten derweil mit Wasserwerfern gegen Hamburger Fans vor, die Barrikaden errichtet hatten. Die abfahrenden Busse werden mit Steinen und Flaschen beworfen. Erst nach einer weiteren Stunde kehrt Ruhe ein.
“Im Grunde sind die nicht rassistisch” – ist dann nur noch Hohn.
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