Man hätte dem unsäglichen Schiedsrichtergespann da gestern Abend am Millerntor auch zugetraut, dass sie eine halbe Stunde nachspielen lassen. Als es dann soweit war, der verspätete überpünktliche Abpfiff dieser Pfeifen, lagen sich alle in den Armen. Pure Glückseligkeit flutete aus den Paulianern, die Erleichterung über den ersten Heimsieg 2008 schrien sie in den Hamburger Nieselregen und den abrückenden Schiris trotzig hinterher.
Dabei war der Sieg verdient. Erarbeitet mit einem nicht nachlassenden Druck gegen das Pech der letzten Wochen. Nicht schön, aber energisch.
Dabei waren den Osnabrückern einige nette Konter gelungen, aber so kläglich vergeben, wie unsere Stürmer in den letzten Wochen. Das Pech hatte die Seiten gewechselt.
Nur konsequent, dass der Siegtreffer dann durch einen Osnabrücker erfolgte.
Immer mehr zur tragischen Figur wandelt sich übrigens Charles Takyi. Ist er auf dem Platz, scheinen sich alle anderen Paulianer starr auf seine Einfälle und Pässe zu verlassen. Die kamen gestern aber selten an. An Einsatz und Einstellung mangelt es ihm nie, allein an Präzision. Gefehlt hat mir auch der mutige Schritt Marvin Braun von seiner schlimmen Form zu befreien und Ömer einzuwechslen. Aber das hat ja zum Glück der starke Rothenbach erledigt.
Frohe Ostern.
… und unserem Marcel Eger alles Gute zum Geburtstag.
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