Hab ichs verdorben?

Venus Nordsee

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»Die Arbeit am Verdorbenen hat erhabenes Gelingen.
Fördernd ist es, das große Wasser zu durchqueren.
Vor dem Ausgangspunkt drei Tage,
nach dem Ausgangspunkt drei Tage.« IGING – GU

Süße reife Feigen, verbotene Frucht.
Der Fahrtwind der Flucht umweht uns, ich lege meinen Kopf in deinen Schoß.
Als ich mich darin verliere, ziehst du los.

Hab ich es verdorben? Die Ansprüche, die Schneewittchen an uns stellt, seit Ewigkeiten, sie passen mir nicht mehr. Laut ruft die Erkenntnis in meinem Kopf: Es gibt keine Prinzen.

Bei dir gerinnt die Zeit, alles duftet um uns herum. Ich möchte bleiben.

Als ich endlich erwache bin ich auf See. Kein Land in Sicht. Die Venus geht im Westen auf, trotzt ein klein wenig dem Ostwind.

Und ganz langsam verfliegt dein Duft, der mich so lange umfing.

Stark

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Die Kälte des Winters steckt noch in allem, trotzdem die Sonne heute morgen schon viel Kraft hat.

Die Muffigkeit verfliegt langsam und nun warte ich darauf, dass auch die Traurigkeit vergeht, die ich in den dunklen Tagen aufgesogen habe, wie Wolle den Kerzenwachs. ##

Eine kleine Meise klaut sich Stroh aus meiner Fussmatte. Ihr hellblaues Gefieder strahlt brandneu, sie weiss es nicht besser. Als sie mich erblickt flieht sie auf indirektem Weg zu Ihrem Nest.

Grün ist wieder eine Bewegung von unten, alles pocht vom Boden aus, heraus und auf sein Recht. Die frischen Triebe kümmern sich nicht um die Schönheit des letzten Sommers. Frische Liebe ist brutal und sie ist. Stark.

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